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Natur des Jahres

Der Vogel des Jahres 2009: Der Eisvogel

 
Eisvogel-Collage (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: An Farbenpracht kaum zu übertreffen...An Farbenpracht kaum zu übertreffen...
Kaum einer unserer heimischen Vögel kann es farblich mit dem Eisvogel aufnehmen: Der Rücken schimmert blau-türkis und der Bauch ist leuchtend orange gefärbt.
Klare Sache, dieser Vogel ist nicht zu übersehen! Aber von wegen: Sein orangefarbener Bauch tarnt ihn perfekt, wenn er sich zwischen Ästen versteckt und fliegt er über Wasser, ist er von oben kaum von der Farbe der Wasseroberfläche zu unterscheiden.
Viele Mythen und Sagen erklären den Ursprung der Farbenpracht:
Einer französischen Sage nach war der Eisvogel ursprünglich grau. Doch dann schickte ihn Noah von seiner Arche, um nach Land Ausschau zu halten. Als der Eisvogel einem Sturm ausweichen wollte, flog er so hoch, dass er dem Himmel zu nah kam und dessen Farbe annahm. Gleichzeitig verbrannte ihm die Sonne den Bauch.
Eisvogel auf Beutejagd (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Vogel 2009Vogel 2009
Trotz seiner Schönheit galt der Eisvogel lange Zeit als Schädling, der den Menschen die Fische aus den Gewässern stiehlt. Fisch ist nämlich die Lieblingsspeise des Eisvogels. Kopfüber stürzt er sich ins Wasser, wenn er seine Beute entdeckt hat.
Wer sich deshalb um den Fischbestand sorgt, kann beruhigt sein. Doch die immer geringer werdende Anzahl der Eisvögel bereitet Sorgen.

Eisvogel mit Fisch im Schnabel (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Die Lieblingsspeise des EisvogelsDie Lieblingsspeise des Eisvogels
Denn dort wo der Mensch Gewässer künstlich begradigt und das Wasser verschmutzt, fühlt sich der Eisvogel nicht wohl.
Gerade zum Nisten braucht er die natürlichen Uferböschungen an Bächen, den im Gegensatz zu anderen Vögeln, baut der Eisvogel kein Nest in den Bäumen, sondern legt seine Eier in eine selbst gegrabene Höhle.
Der Eisvogel ist nun bereits zum zweiten Mal "Vogel des Jahres", denn schon 1973 wurde versucht, auf die Not des Vogels aufmerksam zu machen.
 
Autorin: Sandra Goller 
Letzte Änderung am 10. Oktober 2008
 
 
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