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Natur des Jahres

Blume des Jahres 2009: Die Wegwarte

 
Plakat mit der Gemeinen Wegwarte (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Im Mittelpunkt: Die WegwarteIm Mittelpunkt: Die Wegwarte
Sie wartet am Weg und traut sich nur hervor, wenn die Sonne scheint. Dann öffnet die Wegwarte ihre zarten blauen Blüten.
Sie reckt sich Licht und Wärme entgegen und folgt dem Sonnenschein - bis zum Nachmittag, dann schließen sich die Blüten wieder und die Wegwarte wirkt wie ein kleines, unscheinbares Kraut an Straßenrändern, Bahngleisen oder brachliegenden Feldern.
Insekt auf einer blau blühenden Wegwarte (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Blume 2009Blume 2009
Früher wurde die Wegwarte an manchen Orten angebaut, um ihre Wurzeln zu rösten und zu mahlen - denn das ergibt "Muckefuck", Kaffee-Ersatz.
Dort ist sie häufiger zu sehen, in anderen Bundesländern dagegen ist sie gefährdet. Darauf will die Stiftung Naturschutz Hamburg mit der Wahl der Wegwarte zur "Blume des Jahres 2009" aufmerksam machen.
Ihr lateinischer Name, Cichorium intybus, weist auf ihre engste Verwandte hin, die Salatpflanze Chicoree.
Mehrere Blüten der Gemeinen Wegwarte  (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Leuchtend blaue BlütenLeuchtend blaue Blüten
Schon Römer und Griechen im Altertum nutzten Blüten, Blätter und Wurzeln der Wegwarte als Gemüse und als Heilpflanze. Nach der Pflanzenheilkunde soll sie große Wunder bei Magen-, Leber- und Gallenbeschwerden vollbringen.
Was wohl niemand der Gemeinen Wegwarte zutraut, sind unglaubliche Zauberkräfte. Soll sie aber haben: Der Pflanze wird nachgesagt, sie könne helfen, Menschen für sich zu gewinnen, besonders bei Verliebten.
Wahrscheinlich, weil ihre Blüten so blau sind. Es soll sich übrigens um die blauen Augen eines verwandelten Burgfräuleins handeln, das am Wegesrand vergeblich auf ihren Liebsten wartete - nur der Sage nach, aber wer weiß...
 
Autorin: Constance Schirra 
Letzte Änderung am 09. Oktober 2008