Land der Pharaonen
Ewiges Leben
Einer alten Legende nach wurde der ägyptische König Osiris von seinem Bruder Seth ermordet, weil der ihn um den Königsthron beneidete. Seth zerteilte Osiris Körper in mehrere Stücke und verteilte diese über ganz Ägypten.
Anubis mumifiziert Osiris
Isis, die Frau des Osiris, beobachtete Seth und folgte ihm: Sie setzte die Körperteile ihres Mannes wieder zusammen und bat Anubis - den Gott der Unterwelt - um Hilfe. Er mumifizierte den Körper des Osiris und erweckte ihn zu neuem Leben.
Osiris durfte aber nicht mehr auf die Erde zurückkehren - er blieb im Jenseits und wurde zum Herrscher über das Totenreich!
Seit dieser Zeit wurden im alten Ägypten alle Verstorbenen mumifiziert, denn die Menschen glaubten, dass die Toten auf diese Weise ebenfalls im Jenseits weiterleben konnten.
Gleichgewicht oder nicht...
Aber nicht jedem stand der Weg ins Reich des Osiris offen: Dem Glauben der alten Ägypter zufolge gelangten die Verstorbenen nach dem Tod in einen Gerichtssaal, und mussten dort ihr Herz in eine Waagschale legen. In der anderen Waagschale befand sich eine Feder.
War das Herz genau so leicht wie die Feder, wurde der Tote in Osiris Reich aufgenommen, war sein Herz aber schwerer, wurde er einem Ungeheuer zum Fraß vorgeworfen.
Wer die Gerichtsverhandlung überstand, musste eine lange und beschwerliche Reise durch die Unterwelt auf sich nehmen und eine Reihe von Prüfungen meistern. Erst dann erreichte der Tote das Paradies und durfte dort all das tun, was er schon zu Lebzeiten auf der Erde am liebsten getan hatte.
Letzte Änderung am 11. Mai 2010