Land der Pharaonen
Howard Carter
Archäologe Howard Carter
Im Jahre 1917 reiste der englische
Archäologe Howard Carter nach Ägypten, um sich im sagenumwobenen Tal der Könige auf die Suche nach dem Grab des Tutanchamun zu machen.
Damals glaubte kaum jemand, dass er Erfolg haben würde, denn das gesamte Tal war bereits von ForscherInnen in jahrelanger Arbeit durchkämmt worden. Aber davon ließ sich Howard Carter nicht abschrecken.
Fünf Jahre lang suchte er unermüdlich nach dem Pharaonengrab und ließ in dieser Zeit über 200.000 Tonnen Schutt abtransportieren - ohne auch nur einen einzigen Hinweis auf die Grabstätte des Tutanchamun zu finden.
Im November 1922 war es dann endlich soweit: Howard Carter und sein Team entdeckten die erste Stufe einer in den Felsboden gehauenen Treppe - der Treppe zum Grab des Tutanchamun! Als er drei Wochen später die Tür zur Grabkammer öffnete, war er wie vom Donner gerührt:
Grabkammer Tutanchamuns
Vor ihm lag eine Grabkammer - gefüllt mit unermesslichen Schätzen!
Neben den sterblichen Überresten des
Pharao fand Carter über 140 Schmuckstücke, eine goldene
Totenmaske, mehrere vergoldete
Schreine und einen Sarg, dessen Inneres aus purem Gold bestand! In den Nebenräumen des Grabes fanden sich außerdem wertvolle Möbel und Kleidungsstücke.
Insgesamt wurden mehr als 2 Tonnen Gold im Grab des Pharao gefunden - der größte antike Schatz, der je gefunden wurde.
Autor: Holger Neumann
Letzte Änderung am 27. Juli 2007
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| Im Text hervorgehobene Wörter: |
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| Archäologe: So werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler genannt, die sich mit Funden alter Kulturen beschäftigen. Sie graben Fundstücke aus und können dann mit verschiedenen Methoden feststellen, wie alt diese sind und was die Menschen vermutlich früher damit gemacht haben. |
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| Pharao: Das Wort Pharao bedeutet ins Deutsche übersetzt "Großes Haus". Lange Zeit benutzten die Menschen im alten Ägypten dieses Wort nur für den Palast, in dem der König wohnte. Erst später wurde der Herrscher selbst als "Pharao" bezeichnet. |
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| Totenmaske: Eine Totenmaske trägt die Gesichtszüge der oder des Verstorbenen und wird in der Regel unmittelbar nach dem Tod abgenommen. Sie besteht meist aus Gips oder Wachs. Im alten Ägypten dienten Totenmasken den Bildhauern als Vorbild für Büsten und andere Kunstwerke. Eine der berühmtesten Totenmasken ist die Goldmaske des Tutanchamun. |
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| Schreine: Als Schrein wird ein - häufig reich verzierter - Kasten bezeichnet, in dem heilige Gegenstände aufbewahrt werden. So wurde im Grab des Tutanchamun ein riesengroßer, vergoldeter Eichenholzschrein gefunden, dessen Oberfläche mit magischen Texten beschriftet war. Die Hieroglyphen erzählten von Tutanchamuns Leben im Jenseits. |
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