Land der Pharaonen
Tal der Könige
Abgelegene Grabstätten
Mitten in der Wüste - in den Bergen westlich des
Nil, einige Kilometer von Theben entfernt - liegt das Tal der Könige. Fast alle Pharaonen, die zwischen 1504 vor und 1070 vor Christus über Ägypten herrschten, wurden dort beigesetzt.
Die Pharaonen hatten sich bewusst dafür entschieden, ihre Grabstätten an diesem abgelegenen Ort errichten zu lassen. Das hatte einen guten Grund:
Schon damals kam es immer wieder vor, dass Pharaonengräber von Dieben geplündert wurden. Um Plünderer abzuschrecken, wurden am engen Eingang des Tals Wachen aufgestellt.
Tal der Könige
Genützt hat das alles wenig: Immer wieder gelang es Dieben, zu den - zum Teil hoch in den Felsen versteckten - Gräbern vorzudringen. Von den mehr als sechzig Pharaonengräbern, die bis heute im Tal der Könige entdeckt wurden, ist das Grabmal des Tutanchamun übrigens das einzige, das von Grabräubern verschont blieb.
Etwa 500 Jahre, nachdem der erste
Pharao im Tal der Könige bestattet worden war, brachen in Ägypten Kriege und Hungersnöte aus. Plötzlich galt das Tal als unsicherer Platz für Pharaonengräber und geriet im Laufe der Jahrtausende in Vergessenheit - bis es die Archäologen im
19. Jahrhundert wieder entdeckten…
Autor: Holger Neumann
Letzte Änderung am 11. Mai 2010
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| Im Text hervorgehobene Wörter: |
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| Nil: Der Nil ist der längste Fluss der Erde. Zur Zeit der Pharaonen bestimmte der Nil den Alltag der Menschen, die an seinem Ufer lebten. Einmal im Jahr überschwemmte er für mehrere Monate die Felder der Bauern und bedeckte sie mit fruchtbarem Schlamm, der später im Jahr für eine reiche Ernte sorgte. Von den Ägyptern wurde der Nil als heiliger Fluss angesehen. |
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| Pharao: Das Wort Pharao bedeutet ins Deutsche übersetzt "Großes Haus". Lange Zeit benutzten die Menschen im alten Ägypten dieses Wort nur für den Palast, in dem der König wohnte. Erst später wurde der Herrscher selbst als "Pharao" bezeichnet. |
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