zur Startseite
Login / Logout
Seite weiterempfehlen Seite drucken

Planeten und Sterne

Die Gezeiten: Ebbe und Flut

 
Bestimmt hat du es am Meer schon einmal erlebt, dass plötzlich große Teile des Strandes überschwemmt wurden, die kurz vorher noch ganz trocken waren - das liegt an den Gezeiten: Ebbe und Flut.

Schiffe bei Ebbe im Hafen-Schlamm (Bild: dpa)
Schiffe bei Flut im Hafen-Wasser (Bild: dpa)
Ebbe
Flut

Wie entstehen die Gezeiten?
Auf der Erde bewirkt die Schwerkraft, dass die Menschen am Boden bleiben und nicht schwerelos sind, wie im Weltall. Die Schwerkraft bewirkt aber auch, dass sich Mond und Erde gegenseitig anziehen.
Grafik: Entstehung der Gezeiten (Bild: SWR)
Entstehung der Gezeiten
Diese Anziehung wirkt sich vor allem auf das Wasser der Ozeane aus. Die Schwerkraft bewirkt, dass das Meer auf der mondzugewandten Erdseite vom Mond angezogen wird:

Die Flut ist da!

Diese Anziehungskraft ist so stark, dass sie sich selbst auf der gegenüberliegenden Seite der Erde noch schwach bemerkbar macht.

Eigentlich müsste das Wasser auf der mondabgewandten Seite also auch vom Mond angezogen werden - und dort müsste Ebbe entstehen. Das Erstaunliche: Genau das Gegenteil ist der Fall! Wenn auf der mondzugewandten Seite Flut herrscht, dann herrscht auch auf der mondabgewandten Seite Flut!
Warum das so ist, ist unter Wissenschaftlern umstritten. Meistens wird dieses Phänomen mit der so genannten Zentrifugalkraft erklärt:

Die Zentrifugalkraft
Was die Zentrifugalkraft ist, lässt sich am besten mit Hilfe eines Karussells erklären: Es ist die Kraft, die deinen Körper während der Fahrt vom Mittelpunkt des Karussells nach außen drückt. Diese Kraft entsteht auch durch die Drehung der Erde.
Da die Zentrifugalkraft auf der mondabgewandten Seite stärker ist, als die Anziehungskraft des Mondes, geht hier der Wasserspiegel nicht zurück, sondern steigt an - und Flut entsteht.
 
Autorin: Ursi Zeilinger 
Letzte Änderung am 18. Februar 2011
 
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im ABC.