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Planeten und Sterne

Totale Mondfinsternis

 
 

Totale Mondfinsternis

Ein Beitrag von Cornelia Stenull

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In der Nacht vom 15. auf den 16. Juni 2011 gab es in Deutschland eine totale Mondfinsternis. Weil der Mond dann in rötlichem Licht schimmert, wird der Mond auch "Blutmond" genannt.
 
Mondfinsternis (Bild: SWR)
Eine Mondfinsternis kann es nur bei Vollmond geben. Nur dann befinden sich Sonne, Erde und Mond auf einer Linie. Der Mond steht also - von der Sonne aus gesehen - genau hinter der Erde. Das ist aber noch keine Seltenheit. Schließlich haben wir alle 28 Tage Vollmond.
Entscheidend ist nun der Winkel, in dem der Mond zur Erde steht. Nur wenn sich der Mond genau im Schatten der Erde befindet, ist von der Erde aus eine Mondfinsternis zu beobachten. Das passiert in Deutschland ungefähr zweimal im Jahr.
Mondfinsternis (Bild: Günter Ullmann)
Großansicht: MondfinsternisMondfinsternis
Der Begriff "Mondfinsternis" ist ein wenig verwirrend, denn der Mond verfinstert sich nicht, sondern leuchtet in einem magischen Rot.
Denn wenn der Mond im Kernschatten der Erde liegt werden die Sonnenstrahlen von der Atmosphäre der Erde zerstreut und so entsteht - wie auch beim Sonnenuntergang - das rote Licht auf der Mondoberfläche.
Fünf Phasen der Mondfinsternis (Bild: Günter Ullmann)
Großansicht: Fünf Phasen der FinsternisFünf Phasen der Finsternis
Vermutlich wegen der Färbung wurden früher Legenden über den "Blutmond" erzählt: Die Menschen glaubten, das während einer Mondfinsternis böse Gestalten hinter dem Mond her sind.
Bei den Wikingern hieß es, ein Wolf jagt den Mond, in China wurde erzählt, dass ein Drache den Mond verschlingt. Und die Amazonas-Indianer dachten, dass ein Pfeil den Mond getroffen und ihn verwundet hat.
 
Autor: Holger Neumann
 
Letzte Änderung am 25. April 2013
 
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im ABC.