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Leben an den Polen

Magnetische Pole

 
Grafik: Erdkugel mit eingezeichneter magnetischer Achse und Magnetfeldern (Bild: SWR)
Großansicht: Magnet ErdeMagnet Erde
Im Prinzip ist die Erde ein riesiger Magnet. Zu einem Magneten gehört auch ein Magnetfeld. Dieses umgibt die komplette Erde.
Jedes Magnetfeld besitzt einen Nord- und einen Südpol. An diesen beiden Punkten sind die magnetischen Kräfte am stärksten.
Aber Achtung: Diese magnetischen Pole sind nicht zu verwechseln mit dem Nord- und Südpol auf der Weltkarte, die auch geografische Pole genannt werden. Wo diese geografischen Pole liegen, ist durch die Erdachse festgelegt, um die sich die Erde dreht.
Grafik: Erdkugel mit Erdachse, magnetischer Achse, magnetischen und geographischen Polen (Bild: SWR)
Großansicht: Es gibt einen geografischen und einen magnetischen Pol!Es gibt einen geografischen und einen magnetischen Pol!
Aber zurück zu den magnetischen Polen: Sie liegen an anderen Orten als die geografischen Pole. Und nicht nur das - sie ändern auch ständig ihre Position.
Das liegt daran, dass sich im Erdinneren flüssiges Eisen befindet und das ist immer in Bewegung. Dadurch verändert sich das Magnetfeld der Erde und die Pole wandern - ungefähr 90 Meter am Tag.
Zur Zeit sind die magnetischen und die geographischen Pole ungefähr 2000 Kilometer voneinander entfernt.
Polarlichter (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Naturschauspiel PolarlichtNaturschauspiel Polarlicht
Aber was bedeutet nun das Magnetfeld für die Erde?
Es ist wie ein Schutzschild, der die Lebewesen auf der Erde vor dem Sonnenwind schützt. Diese winzigen elektrisch geladenen Teilchen werden durch das Magnetfeld abgelenkt. Nur ganz im Norden sind sie manchmal zu sehen - als Polarlichter.
Gleichzeitig dient das Magnetfeld als Orientierungshilfe. Zugvögel und Wale orientieren sich am magnetischen Erdfeld.
Grafik: Kompass (Bild: SWR)
Orientierungshilfe Kompass
Aber auch die Menschen: Sie benutzen seit Jahrhunderten einen Kompass, um den richtigen Weg zu finden.
Der magnetische Zeiger im Kompass zeigt dabei immer nach Norden - aber nicht in Richtung des geografischen Nordpols, sondern in die Richtung des nördlichen magnetischen Pols.
Wer sich also auf einen Kompass verlässt, sollte sich diesen Unterschied gut merken. Wichtig ist auch, an welchem Punkt der Erde jemand auf den Kompass schaut: Je näher der magnetische Pol, desto ungenauer wird die Anzeige auf dem Kompass.
 
Autorin: Sandra Goller 
Letzte Änderung am 25. April 2010
 
 
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