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Wie die Zeit vergeht

Räder- und Pendeluhren

 
Räderuhr aus einem Kirchturm (Bild: dpa)
Großansicht: Räderuhr aus dem 17./18. JahrhundertRäderuhr aus dem 17./18. Jahrhundert
Im 12. Jahrhundert wurde eine Erfindung gemacht, die die Zeitmessung revolutionierte: die mechanische Räder-Uhr.
Räder-Uhren werden mit Hilfe eines Seils angetrieben, an dem ein Gewicht befestigt ist.
Um die Uhr aufzuziehen, muss das Seil auf eine Spule gewickelt werden. Beim Absinken des Gewichts wickelt sich das Seil dann langsam wieder ab. Dadurch wird ein Kolben angetrieben, der ein Räderwerk und einen Uhrzeiger in Bewegung setzt.
Auf einem Zifferblatt kann dann die genaue Uhrzeit abgelesen werden.
In der Mitte des 17. Jahrhunderts gelang es dem Holländer Christian Huygens, die Zeitmessung entscheidend zu verbessern. Lange vor seiner Zeit hatten Physiker bereits erkannt, dass Pendel für das Hin- und Herschwingen immer exakt die selbe Zeitspanne benötigen. Deshalb kam Huygens auf die Idee, ein Pendel als Taktgeber für Uhren einzusetzen. Der Vorteil war, dass die Uhren von nun an viel genauer gingen.
Die Mechanik einer Pendeluhr ist ziemlich kompliziert.
Pendeluhr (Bild: dpa)Sie besteht aus verschiedenen Zahnrädern, die - genau wie bei der Räderuhr - über ein Gewicht angetrieben werden. An dieses Räderwerk wird ein Pendel gekoppelt. Aufgabe des Räderwerks ist es, das Pendel immer wieder "anzuschubsen" - sonst bliebe es nach kurzer Zeit einfach stehen.
Außerdem zählt das Räderwerk die Schwingungen des Pendels mit und setzt die Uhrzeiger in Bewegung. Benötigt das Pendel für eine Schwingung beispielsweise eine Sekunde, dann hat der Minutenzeiger nach 3.600 Schwingungen einmal das Zifferblatt umrundet - und eine Stunde ist vergangen.
 
Autor: Holger Neumann 
Letzte Änderung am 27. März 2010
 
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