Raumfahrt - Reise ins All
Arbeiten an Bord der ISS
Weltraumlabor "Columbus"
Zusammen mit anderen europäischen Ländern hat Deutschland das "Columbus"-Modul gebaut. Seit Februar 2008 ist es an die Raumstation ISS angekoppelt.
In dieser 6,7 Meter langen "Röhre" werden drei AstronautInnen ungefähr 500 Experimente pro Jahr durchführen. Es soll vor allem über Weltraummedizin geforscht werden: beispielsweise wie Menschen am besten im Weltraum leben können.
Außerdem geht es auch darum herauszufinden, wie sich bestimmte Stoffe in der Schwerelosigkeit verhalten. Zum Beispiel in welche Richtung eine Pflanze ohne Erdanziehung wächst.
Labor an Bord der ISS
Die Untersuchungen, die im Weltraumlabor "Columbus" gemacht werden, werden aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen gesteuert. Dort planen rund 75 WissenschafterInnen alle Einsätze und kümmern sich um die technischen Systeme, wie Heizung oder Luft- und Wasserversorgung.
Die Ergebnisse der Experimente sollen den WissenschaftlerInnen auf der Erde dabei helfen, Produkte und Technologien weiter zu entwickeln.
Hans Schlegel arbeitet im All
Manchmal müssen die Astronautinnen und Astronauten aber auch aus der ISS aussteigen.
Masten und Antennen werden außerhalb der Station angebracht und Kabel müssen verlegt werden. Manchmal muss auch etwas repariert werden oder neue Module, wie die "Columbus" werden montiert.
Während dieser Arbeiten sind sie Wissenschaftler durch ein Kabel (auch "Nabelschnur" genannt) mit der Raumstation verbunden.
Arbeit an der Außenhülle der ISS
Und es wird natürlich auch die Notsituation geprobt. Schließlich könnte das Verbindungskabel versehentlich einmal reißen.
Die AstronautInnen haben zwar eine Art Raketenrucksack auf, mit der sie im Ernstfall zur Station zurückfliegen könnten.
Aber es braucht viel Übung, um sich im freien Fall zu orientieren und die Einstiegsluke zu finden.
Autor: Holger Neumann
Letzte Änderung am 16. Mai 2010