Raumfahrt - Reise ins All
Weltraumschrott
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Es wird eng im Weltraum!
Es sieht aus, wie eine Szene aus einem Science Fiction Film: Ein riesiger Schwarm Insekten umkreist unsere Erde. In Wirklichkeit ist es Müll, der sich im Weltraum angesammelt hat.
Weit über 12.000 Teilchen, alle größer als 10 Zentimeter, rasen mit hoher Geschwindigkeit durch den Weltraum - die kleineren Teile lassen sich gar nicht zählen!
Es sind hunderte von alten Satelliten, Raketenteilen und sogar Werkzeugen, die Astronauten bei Reparaturen verloren haben. "Sputnik I" war übrigens nicht nur der erste Satellit im Weltraum - als er ausgedient hatte, war er auch der erste Müll, der dort oben achtlos zurückgelassen wurde.
Explodiert ein Satellit, entstehen Tausende Teil
Einmal im All, landet der Weltraumschrott in der Umlaufbahn der Erde - und dort bleibt er auch. Nur langsam sinkt er, solange bis er irgendwann in die Erdatmosphäre eintritt und verglüht. Das kann - je nach Höhe - Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte dauern.
So ist es kein Wunder, dass sich immer mehr Abfall im All ansammelt. Zusammenstöße sind vorprogrammiert. Prallt ein Teil auf ein anderes, entstehen durch die Wucht unzählige neue Teile.
Satelliten schicken wichtige Daten auf die Erde
Für die Satelliten und die Weltraumstation ISS ist das eine große Gefahr. Schon winzige Teile können sie ernsthaft beschädigen. Ausfälle sind die Folge:
Handys oder Navigationssysteme funktionieren nicht mehr richtig oder das Fernsehbild verschwindet. Auch die Wettervorhersage ist auf die Daten aus dem All angewiesen.
Um Störungen und teure Reparaturen zu vermeiden, bekommen neue Satelliten eine Art Schutzschild. Gegen größere Schrottteile helfen diese aber nicht. Dann müssen Satelliten dem Schrott ausweichen. Auch die ISS ist schon mehrere Ausweichmanöver geflogen, um nicht beschädigt zu werden.
Alte Satelliten müssen aus der Umlaufbahn!
Eine "Weltraum-Müllabfuhr", die sich um dieses Problem kümmert, wird es auch in Zukunft nicht geben - dafür einen "Weltraum-Friedhof":
Der befindet sich in einer Höhe von über 36.000 Kilometern. Diese Höhe wird von der Raumfahrt nicht genutzt. Alte Satelliten können also keinen Schaden anrichten.
Oder die Satelliten werden in die entgegengesetzte Richtung gesteuert: hin zur Erde, um in der Atmosphäre zu verglühen.
Autorin: Sandra Goller
Letzte Änderung am 16. Mai 2010