Sattelfest: Reiten
Westernreiten - die "lässige Art"
Westernreiter beim "Cutting"
Das Westernreiten kommt ursprünglich aus Amerika, wo die Cowboys zu Pferde ihre Rinderherden gehütet haben.
Anders als bei der "Klassischen Dressur" war aber das Ziel der Cowboys nicht, die "Hohe Reitkunst" zu erlernen, sondern die Cowboys brauchten das Pferd für ihre tägliche Arbeit. Das Arbeiten mit Rindern nennt sich "Cutting": Rinderherden werden entweder zusammengehalten oder einzelne Rinder von der Herde getrennt.
Typisch für das Westernreiten ist der lässige Sitz. Die Zügel werden locker in nur einer Hand gehalten. Das Pferd wird gelenkt, indem der Reiter dabei seine Hand an den Hals des Pferdes legt. In der Fachsprache heißt das "Neck Reining".
"Sliding Stop"
Auch im Westernreitsport gibt es Turniere, Prüfungen und Abzeichen. Dabei müssen auf einem Parcours verschiedene Übungen gezeigt werden.
Eine besonders spektakuläre Aufgabe ist der "Sliding Stop".
Das Pferd muss aus dem vollen Galopp anhalten. Dabei rutschen die Hinterbeine über den Boden, während die Vorderbeine noch in Bewegung sind.
Zur Ausrüstung gehört ein Westernsattel.
WesternreiterInnen sind gut an Sattel und Kleidung zu erkennen: Der Sattel hat vorne ein Horn, an dem die Cowboys ihre Lassos befestigen.
Weil der Westernsattel eine große Auflagefläche hat, wird das Gewicht des Reiters gleichmäßig auf den Pferderücken verteilt. Dadurch wird das Pferd bei langen Ausritten oder bei der anstrengenden Arbeit nicht so schnell müde.
Cowboystiefel und Westernhut gehören auch zu diesem Reitstil. Und manchmal werden Chaps getragen. Das sind beinlange Schützer aus Leder, die über die Jeans gezogen werden.
Autorin: Friederike Wilhelmi
Letzte Änderung am 24. Mai 2010