Wie die Zeit vergeht
Sanduhren
Wann die Sanduhr erfunden wurde, lässt sich heute nicht mehr genau feststellen. Die erste Darstellung einer solchen Uhr ist auf einem italienischen Wandbild zu sehen, das zwischen 1337 und 1339 gemalt wurde.

Sanduhren bestehen in der Regel aus zwei gleich großen Glas-Gefäßen, die durch ein dünnes Röhrchen miteinander verbunden sind.
Eines der beiden Gefäße ist mit Sand gefüllt. Wenn die Uhr aufgestellt wird und der Sand ist im oberen Glas, dann rieselt er im Laufe der Zeit durch das Röhrchen in den unteren Behälter. Die Zeitspanne, die der Sand benötigt, um von einem Gefäß in das andere zu fließen, bleibt dabei immer gleich.
Im Mittelalter wurde der Sand häufig durch zerriebene Eierschalen ersetzt. Das Eierschalen-Pulver ist nämlich sehr fein und rieselt deshalb besser als normaler Sand. Aus diesem Grund wird die Sanduhr manchmal auch als "Eieruhr" bezeichnet.
Sanduhr aus dem 16. Jahrhundert
Bevor die mechanischen Uhren erfunden wurden, benutzten die Menschen vor allem Sanduhren um die Zeit abzulesen.
Bei Ritter-Turnieren wurde die Länge der einzelnen Kämpfe mit Sanduhren gemessen, bei Gericht regelten sie die Redezeit der Anwälte - und in Kirchen ermahnte der rieselnde Sand die Geistlichen, sich bei der Predigt kurz zu fassen. Auch auf Schiffen leisteten Sanduhren gute Dienste.
Autorin: Holger Neumann
Letzte Änderung am 27. März 2010