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Starke Frauen

Astrid Lindgren - "Mutter" von Pippi Langstrumpf

 
Portrait der schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren (Bild: dpa)
Großansicht: Astrid LindgrenAstrid Lindgren
Auch im Alter spielte sie noch gern und verblüffte damit immer wieder große und kleine Menschen ;-)
Zu ihrem 80. Geburtstag kletterte Astrid Lindgren mit ihrer gleichaltrigen Freundin um die Wette und meinte zum Erstaunen der anwesenden JournalistInnen: "Es gibt schließlich kein Verbot für alte Weiber, auf Bäume zu klettern."
Die schwedische Autorin wurde am 14. November 1907 geboren. Sie verbrachte ihre Kindheit auf dem Land, in der Nähe der kleinen südschwedischen Stadt Vimmerby, umgeben von Wiesen, Kühen und jeder Menge Apfelbäumen. Und nicht nur im Klettern war die kleine Astrid begabt, sie schrieb auch schöne Aufsätze.
Ein Hinweisschild mit Pippi Langstrumpf-Motiv begrüßt Besucher der Astrid-Lindgren-Geburtsstadt Vimmerby in Schweden (Bild: dpa)
Großansicht: Willkommen in Vimmerby!Willkommen in Vimmerby!
Ihre MitschülerInnen waren sich sicher: Astrid würde einmal Schriftstellerin werden. Doch das konnte sie sich damals überhaupt nicht vorstellen. Sie beschloss sogar, niemals Bücher zu schreiben.
Aus diesem Vorsatz wurde nichts. Mit 37 Jahren veröffentlichte Astrid Lindgren ihr erstes Buch. Richtig berühmt wurde sie aber erst mit den Geschichten über "Pippi Langstrumpf", die erstmals im September 1945 erschienen. Danach folgten mehr als 70 Kinderbücher, außerdem Drehbücher und Theaterstücke.
Astrid Lindgren zog viele Ideen für ihre Bücher aus der eigenen Kindheit und aus Geschichten, die der Vater ihr und ihren Geschwistern erzählte. Die sammelte sie zum Beispiel in "Wir Kinder aus Bullerbü".
Die schwedische Kinderbuchautorin Astrid Lindgren sitzt inmitten ihrer Nachbarskinder. (Bild: dpa)
Großansicht: Astrid Lindgren mit ihren NachbarskindernAstrid Lindgren mit ihren Nachbarskindern
Die erfolgreiche Schriftstellerin erhielt viele Preise:
1980 wurde sie als erste Kinderbuchautorin mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet.
Für ihren Einsatz für Gerechtigkeit, Gewaltfreiheit und das Verständnis von Minderheiten bekam sie 1994 den Alternativen Nobelpreis.
Bei den Ehrungen dachte sie immer an Kinder: So gründete sie von einem Teil ihrer Preisgelder die Stiftung "Solkatten" für behinderte Kinder.
Eine Sonderbriefmarke "100. Geburtstag Astrid Lindgren" (Bild: dpa)
Großansicht: Briefmarke "100. Geburtstag von Astrid Lindgren"Briefmarke "100. Geburtstag von Astrid Lindgren"
Astrid Lindgren mischte sich in die Politik ein und stritt sich mit PolitikerInnen - vor allem über das Thema Tierschutz. Sie forderte die Abschaffung von Käfig- und Massentierhaltung.
Und sie hatte Erfolg: Der damalige Staatsminister Schwedens, Ingvar Carlsson, "schenkte" Lindgren zu ihrem 80. Geburtstag ein Tierschutzgesetz - das "Lex Lindgren". Damit trat ein verbessertes Tierschutzgesetz in Kraft.
Die Schweden liebten ihre engagierte Schriftstellerin; sie wählten sie im Jahr 1999 zur "Schwedin des Jahrhunderts". Und das ganze Land trauerte, als sie im Januar 2002 in Stockholm starb.
Albrecht Breitschuh hat in Vimmerby den Freizeitpark "Astrid Lindgrens Welt" besucht.
 
Autorin: Cornelia Stenull
 
Letzte Änderung am 13. November 2012