SWR Kindernetz
ProgrammvorschauNewsletter
Du bist hier: Startseite > Infonetz > Tiere-Natur > Mit Tieren durch das Jahr

Tiere im Herbst - Zugvögel sammeln sich

 

Reisefieber bei den Störchen

Ein Beitrag von Jana Lange
Um das Video abspielen zu können, benötigen Sie Javascript. Bitte aktivieren Sie dies in Ihrem Browser.
Zu den ersten Zugvögeln, die sich auf die Reise in die Winterquartiere im Süden machen, gehören die Jungstörche. Im Herbst brechen sie auf.
 
Zugvogelschwarm am Abendhimmel (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Zugvögel am AbendhimmelZugvögel am Abendhimmel
Im Herbst kannst du beobachten, wie sich riesige Schwärme von Vögeln sammeln. Das sind die Zugvögel. Ihnen ist es im Winter zu kalt bei uns. Deshalb ziehen sie im Herbst Richtung Süden - entweder nach Südeuropa oder sogar bis nach Afrika.
Zugvögel sind zum Beispiel Störche, Kraniche oder Stare.
Sie brechen auf, wenn es bei uns Herbst wird und die Tage kürzer werden. Dann fliegen sie in Richtung Süden. Eine innere Uhr sagt den Vögeln, wann es Zeit für den Aufbruch ist.
Ein Storch fliegt (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Ein Weißstorch auf dem WegEin Weißstorch auf dem Weg
Zugvögel sind selten alleine unterwegs, sondern fliegen meist in Schwärmen. Die "alten" Leitvögel fliegen voraus, sie kennen die Route natürlich bestens.
Auch junge Vögel, die zum ersten Mal unterwegs sind, verfliegen sich nicht. Denn alle Zugvögel tragen von Geburt an eine Art Kompass in sich, der ihnen den Reiseweg vorgibt.
Der Kuckuck, Vogel des Jahres 2008, ist ebenfalls ein Zugvogel. Er gehört zu den sogenannten Langstreckenziehern, die rund 4.000 Kilometer pro Wegstrecke fliegen.
Auf seiner Reise bis hinter den Äquator und wieder nach Deutschland legt der Kuckuck zwischen 8.000 und 12.000 Kilometer zurück. Vögel, die "nur" rund 2.000 Kilometer pro Wegstrecke fliegen, werden Kurzstreckenzieher genannt.
Fliegende Kraniche (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Oft zu beobachten: KranicheOft zu beobachten: Kraniche
Einen Langstreckenflugrekord unter Zugvögeln soll übrigens eine Pfuhlschnepfe namens E7 im September 2007 aufgestellt haben: E7 flog von Alaska über den Pazifik nach Neuseeland - 11.500 Kilometer, und das nonstop!
Größere Vögel können die Strecken zurücklegen, ohne zu rasten. Kleinere Vögel legen zwischendurch Pausen ein. Doch da kann es Probleme geben:
Kraniche am Boden (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Kraniche machen PauseKraniche machen Pause
Es gibt nämlich immer weniger Rastplätze. Denn viele dieser Stellen werden inzwischen landwirtschaftlich genutzt oder mit Häusern bebaut.
Aber wenn die Zugvögel nicht mehr rasten können, haben sie nicht genug Kraft, um das Ziel ihrer Reise zu erreichen. Viele Zugvogelarten sind deswegen vom Aussterben bedroht.
Damit die Zugvögel und ihre Lebensräume geschützt werden, gibt es den Weltzugvogeltag. Der findet jedes Jahr im Mai statt.
 
Autorin: Cornelia Stenull
 
 
 
Kraniche am Himmel (Bild: dpa picture-alliance )

Kraniche ziehen südwärts

Im Oktober machen sich die Kraniche auf den Weg ins Winterquartier im Süden.
Zugvögel kommen zurück (Bild: dpa picture-alliance)

Weltzugvogeltag

Am 14.05. ist Weltzugvogeltag - ein Tag zum Schutz wandernder Vögel.