Weltreligionen - Buddhismus
Buddhistin oder Buddhist sein
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Buddhist oder Buddhistin können alle werden. Allerdings kannst du nicht als BuddhistIn geboren werden, denn du solltest alt genug sein, um zu wissen was es bedeutet.
Jungs im Kloster
Deshalb verbringen Jungen und Mädchen einige Zeit im Kloster, um die Lehren Buddhas kennen zu lernen.
Zum Zeichen ihrer Zugehörigkeit zur Klostergemeinschaft werden ihnen die Haare geschoren, und sie tragen ein Mönchs- oder Nonnengewand.
Auch Erwachsene können für eine Weile Nonne oder Mönch werden.Sie besitzen während dieser Zeit nur eine Bettelschale und ihr Gewand und werden von der Bevölkerung versorgt. Dafür geben sie den Menschen die Lehren Buddhas weiter. Deshalb sind sie hochangesehen. Im Mittelpunkt des Klosteraufenthaltes steht die
Meditation.
Meditation
Ein Sandmandala
Es gibt verschiedene Formen der Meditation. Wichtig dabei ist, nur eine Sache zu tun, ohne sich ablenken zu lassen. Manche ziehen sich an einen ruhigen Ort zurück, um ihre Gedanken frei zu machen von allem, was sie im Alltag beschäftigt.
Um sich besser zu konzentrieren, betrachten sie bei der Meditation ein
Mandala, ein heiliges Bild oder sprechen ein
Mantra, ein heiliges Wort.
Gläubige anderer Religionen wenden sich im Gebet an Gott: Sie bitten um Rat oder Hilfe. Buddhisten glauben, dass der "Geist Buddhas" in jedem Menschen ist. Sie finden in der Meditation Kraft und Gelassenheit in sich selbst.
Buddha selbst hat seinen Anhängern diese praktische Übung gezeigt. Das wichtigste im Leben der Buddhisten ist es, dem
Achtfachen Pfad zu folgen und die
fünf Grundregeln einzuhalten.
Frauen im BuddhismusBuddha lehrte die Gleichwertigkeit aller Menschen. Als er die Mönch- und Nonnengemeinde, den
Sangha, gründete, waren auch Frauen und Männer zugelassen. Die Gleichbehandlung und der Respekt vor allen Lebewesen ist für BuddhistInnen selbstverständlich, denn sie wissen ja nicht, ob sie als Baum oder Gras, Elefant oder Maus, Mann oder Frau wiedergeboren werden.
Feste
Mädchen mit Rauchkerzen beim Wesak Fest.
Wesak ist das größte Fest. Es wird in der ersten Vollmondnacht im Mai gefeiert. Anlass ist die Geburt Buddhas, seine Erleuchtung unter einem Feigenbaum und dass er nach seinem Tod in das
Nirwana eingegangen ist. Es gibt Geschenke und die Straßen sind herrlich geschmückt mit bunten Fahnen und Laternen.
Beim Fest zum Ende der Regenzeit werden brennende Schwimmkerzen in Schalen aus Blättern gelegt und treiben den Fluss hinunter. Die Lichter der Kerzen sind das Symbol dafür, dass alle die dem "Licht des Buddhismus" folgen, "über den Fluss des Unwissens in das Land der Wahrheit" getragen werden.
Autorin: Sabine Stadtmüller / Sabine Stampfel
Letzte Änderung am 02. Januar 2010
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im
ABC.