Weltreligionen - Christentum
Christin oder Christ sein
Bei der Taufe
Die meisten christlichen Eltern lassen ihre Kinder kurz nach der Geburt
taufen. In vielen Gemeinden gießt der
Priester dem Baby etwas Wasser über die Stirn. Damit ist das Kind in die Gemeinschaft der Christen aufgenommen.
In den meisten christlichen Glaubensgemeinschaften gibt es Jahre später noch einmal ein Fest, bei dem das Kind zum ersten Mal selbst am
Abendmahl teilnimmt.
Bei den
Protestanten ist das die
Konfirmation, bei den Katholiken die Erstkommunion. Der protestantische und der katholische Religionsunterricht finden in Deutschland in der Schule statt. Die großen christlichen Religionsgemeinschaften haben dieses Vorrecht aus alter Tradition behalten.
Gebet
500 Jahre alte Glocke im Erfurter Dom
Gläubige ChristInnen wenden sich im Gebet täglich an Gott. Am Sonntag und an Feiertagen rufen Glocken die Gläubigen zum feierlichen Gottesdienst in die
Kirche. Dort singen die Gläubigen Lieder, der Priester hält eine Predigt.
Die Gläubigen gehen zum Abendmahl zum Andenken an das letzte Abendessen, das
Jesus mit seinen zwölf engsten Vertrauten verbrachte. Dabei soll er ihnen angekündigt haben, dass er sterben werde, um sie von ihren Sünden zu befreien. Als er Brot austeilte, soll er gesagt haben: "Nehmet hin und esset, das ist mein Leib", das heißt: ich opfere mich für euch.
Frauen im Christentum
Von Jesus wird berichtet, dass er Frauen als Gesprächspartnerinnen ernst nahm, das war zu seiner Zeit ungewöhnlich. Beim Aufbau der christlichen Kirchen wurden Frauen aber in den Hintergrund gedrängt.
Heute sind Frauen in den meisten Richtungen des Christentums den Männern gleichgestellt. In der katholischen Kirche, der größten christlichen Glaubensgemeinschaft, dürfen Frauen aber immer noch nicht Priesterinnen werden.
Wichtige Feste
Minitz-Nachrichten:
Warum Ostern für die Christen der wichtigste Feiertag ist, erfährst du hier:
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Ostern
Das wichtigste christliche Fest ist Ostern. Es wird im Frühling gefeiert und dauert vier Tage.
gefärbte Eier
Am Freitag denken die Menschen an das Leiden und den Tod Jesu. Am Sonntag aber herrscht große Freude über seine
Auferstehung von den Toten. Für Kinder gibt es an diesem Tag Süßigkeiten, buntgefärbte Ostereier und kleine Geschenke.
Manche ChristInnen fasten in den 40 Tagen vor Ostern, sie essen zum Beispiel kein Fleisch und nichts Süßes, die freuen sich natürlich ganz besonders auf die Leckereien.
Christi HimmelfahrtVierzig Tage nach dem Ostersonntag, also nach seiner Auferstehung, ist
Christus zum Himmel "aufgefahren". Der Evangelist Lukas schreibt nach Berichten, von denen er hörte, Christus sei empor gehoben und von einer Wolke aufgenommen worden. Das bedeutet: Christus kehrt heim zu seinem himmlischen Vater.
Himmelfahrt ist eines der ältesten christlichen Feste, es wird etwa seit dem 4. Jahrhundert gefeiert.
Im Mittelalter zog man an diesem Feiertag das Kruzifix ins Dach der Kirche hoch, um die Himmelfahrt Christi zu veranschaulichen.
Weihnachten
Weihnachtskrippe
Die Geburt Jesu wird an Weihnachten gefeiert. Voller Vorfreude ist schon die Adventszeit, die vier Wochen dauert: in vielen Familien gibt es einen Adventskranz mit vier Kerzen. An jedem Adventssonntag wird eine Kerze mehr angezündet.
Jesus soll in einem Stall zur Welt gekommen sein. Wie die Menschen sich das vorstellen, kann man in den Kirchen und bei vielen Christen zuhause in der Weihnachtszeit sehen, wenn die Weihnachtskrippe aufgebaut wird.
In vielen Familien wird auch ein festlich geschmückter Weihnachtsbaum aufgestellt. Am Abend vor Weihnachten, dem Heiligen Abend, gibt es Geschenke.
Autorin: Aurelia Amann
Letzte Änderung am 21. April 2011
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im
ABC.