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Die frohe Botschaft

 
Stickerei, die Jesus am Kreuz darstellt (Bild: dpa)
Großansicht: Jesus am KreuzJesus am Kreuz
Die Anhänger des Christentums nennen sich Christinnen oder Christen, weil sie an Jesus Christus glauben.
Ursprung
Jesus wurde vor ungefähr 2000 Jahren in Galiläa, einem Teil Palästinas geboren. Seine Familie war jüdischen Glaubens.
Mit ungefähr 30 Jahren begann Jesus, als Prediger durchs Land zu ziehen. Damals gab es viele Wanderprediger: sie erinnerten die Menschen an die Gebote Gottes. Jesus dagegen sagte: Auch wenn die Menschen die Gebote nicht immer einhalten, liebt Gott sie wie seine Kinder. Er verkündete ein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit. Jesus kümmerte sich vor allem um die Leute, die wenig angesehen waren: Arme, Kranke, auch um Gesetzesbrecher.
Jesu Botschaft bedeutete für fromme Juden: Er hielt sich für den von den Propheten angekündigten Messias. Viele glaubten ihm, andere hielten ihn aber für einen gefährlichen Spinner. Er wurde als Aufrührer festgenommen und zum Tod am Kreuz verurteilt. Christen glauben, dass er drei Tage nach seinem Tod auferstanden ist und seine Freunde besucht hat.
Heilige Schriften
Alte Bibel von 1588 (Bild: dpa)
Großansicht: Alte Bibel von 1588Alte Bibel von 1588
Die wichtigste Schrift des Christentums ist das Neue Testament der Bibel. Es enthält unter anderem die vier Evangelien, die alle das Leben Jesu beschreiben. Matthäus, Markus, Lukas und Johannes heißen die Autoren, die die Evangelien ungefähr zwischen 70 und 120 nach Christus geschrieben haben.
Auch das Heilige Buch des Judentums gehört zu den Heiligen Schriften des Christentums. In der Bibel der Christen heißt es "Altes Testament".
Dreifaltigkeit (auch: Dreieinigkeit oder lateinisch Trinitas)
Das Christentum ist eine monotheistische Religion, es kennt nur einen einzigen Gott. Die meisten Christen glauben, dass dieser einzige Gott in sich drei Wesensformen vereinigt: er ist gleichzeitig Gottvater und Gottes Sohn, der in Jesus Mensch geworden ist und der Heilige Geist, der als Geist Gottes in allen Lebewesen und Dingen ist.
Religiöse Gebote
Das wichtigste Gebot des Neuen Testaments ist: Liebe deinen Nächsten so, wie du dich selbst liebst. Jede/r soll sich selbst mögen und fröhlich sein. Und genau das sollen ChristInnen auch allen Menschen zugestehen und helfen, dass es anderen so gut geht wie ihnen selbst. Deshalb kämpfen viele Christen gegen Ungerechtigkeit, Hunger und Krieg.
Wie für das Judentum und den Islam gelten auch für Christen die Zehn Gebote.
Ewiges Leben
Jesus hat den Menschen versprochen, dass nach dem Tod ein ewiges frohes Leben in der Nähe Gottes auf sie wartet.
Das Christentum kennt auch die Vorstellung der Hölle als Strafe für diejenigen, die ihre Sünden nicht bereuen.
 
Autorin: Aurelia Amann
 
Letzte Änderung am 23. Januar 2007
 
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im ABC.
 
 
Gemälde, das Martin Lutherdarstellt (Bild: dpa)

Nächstenliebe

Den Christen ist der Dialog mit anderen Religionen wichtig.
Restauratorin arbeitet auf der Leiter stehend an einer großen Glocke (Bild: dpa)

Christliche Feste

Im Christentum gibt es viele Feste - hier kannst du sie kennen lernen.
Weltreligionen (Bild: SWR)

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