| Im Text hervorgehobene Wörter: |
| Hinduismus: Der Hinduismus ist eine der ältesten Religionen. Heute ist er vor allem in Indien verbreitet. Hindus glauben an das Karma und die Wiedergeburt. |
| Madir: Madir, "Ort der Anbetung", wird ein hinduistischer Tempel genannt. Im Mittelpunkt des Tempels stehen die reichlich geschmückten Götterbilder. Jeden Tag bringen die Gläubigen Blumen, Obst oder Süßigkeiten als Opfergaben. Manchmal geht es recht laut zu: Die Kinder spielen, die Erwachsenen singen oder machen Musik, denn jeder verehrt die Gottheit auf seine Weise. |
| Benares: Benares am Fluss Ganges heißt auch Varanasi und ist für Hindus eine heilige Stadt. Über eine Strecke von fast fünf Kilometern ist das Flussufer von Treppen gesäumt. Von hier aus steigen täglich Tausende von Pilgern in den Fluss, um ein Bad zu nehmen. Das Eintauchen in das Wasser reinigt von Schuld. |
| Sadhus: Sadhus sind heilige alte Männer, die auf alles verzichten, nichts besitzen und durch Fasten und Meditieren das Seelenheil suchen. Sie tragen das Zeichen ihrer Hauptgottheit auf der Stirn. Nach hinduistischem Glauben sollte jeder Mann zum Ende seines Lebens ein Sadhu werden, um seine Seele zu retten. |
| Ashram: Ein Ashram ist eine Klosteranlage, in der hinduistische Mönche leben. |
| Meditation: Es gibt verschiedene Formen der Meditation. Wichtig dabei ist, nur eine Sache zu tun, ohne sich ablenken zu lassen. Manche ziehen sich an einen ruhigen Ort zurück, um ihre Gedanken frei zu machen von allem, was sie im Alltag beschäftigt. Um sich besser zu konzentrieren, betrachten sie bei der Meditation ein Mandala, ein heiliges Bild oder sprechen ein Mantra, ein heiliges Wort. Die bekannteste Meditationshaltung ist, mit überkreuzten Beinen zu sitzen. Diese Haltung nennt man Lotussitz. |
| Guru: Guru nennen Hindus einen religiösen Lehrer, der ihnen durch seine Weisheit auf dem Weg zu Erlösung weiterhilft. Manche Gurus lehren in einem Ashram. Andere wandern durch das Land, um den vielen Hindus, die nicht lesen oder schreiben können, die heiligen Schriften zu erklären. Sie werden dafür von den Menschen sehr verehrt. |
| Yoga: Yoga bedeutet "Vereinigung mit Gott". Bestimmte Körperhaltungen, strenges Fasten und Meditation können zur Erlösung führen. Im Westen wird Yoga oft, etwas vereinfacht, als Entspannungsübung angewandt. |
| Divali: Divali, das bedeutet "Lichterkette", wird das hinduistische Neujahrsfest genannt. Es findet in einer Neumondnacht im November statt. Zu Ehren der Göttin Lakshmi sind in allen Straßen, Häusern und in der Natur Tausende Lichter aufgestellt. So soll das Glück in jedes Haus finden und das Gute über das Böse siegen. |
| Lakshmi: Lakshmi ist die Göttin des Glücks und der Schönheit. Oft wird sie auch als die gütige Kraft von Vishnu verehrt. Ihr zu Ehren feiern die Hindus das Fest Divali. Statuen und Bilder von Lakshmi zeigen sie sitzend in einer Lotusblüte. Sie hält auch Lotusblüten in der Hand als Zeichen der Reinheit und der Schönheit der Welt. |