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"Schalom" heißt Frieden

 
Davidstern aus Stein an einer Mauer (Bild: dpa)
Großansicht: Der Davidstern ist das Symbol des Judentums.Der Davidstern ist das Symbol des Judentums.
"Schalom", das heißt Frieden, ist ein jüdischer Gruß. Ein friedliches Leben wurde den Juden aber oft schwer gemacht.
Immer wieder wurden die Juden aus Palästina vertrieben, dem Land, das Gott ihnen nach ihrem Glauben versprochen hatte. Im Jahre 70 nach Christus zerstörten die Römer Jerusalem, die Hauptstadt des damaligen Königreichs Judäa.
So kam es, dass die Juden sich im Lauf der Jahrhunderte über die ganze Welt zerstreuten.
Andersgläubige
Juden versuchen nicht, andere zu ihrem Glauben zu bekehren. Sie lebten Jahrhunderte lang als friedliche Minderheit überall auf der Welt. Manche nahmen einen anderen Glauben an, um sich ganz an ihre neue Heimat anzupassen, aber sehr viele hielten am jüdischen Glauben fest.
Antisemitismus
Jugendliche springen über die Stelen des Holocaust-Mahnmals in Berlin. (Bild: dpa)
Großansicht: Holocaust-Mahnmal in Berlin.Holocaust-Mahnmal in Berlin.
Der Begriff Antisemitismus bezeichnet die ablehnende Haltung gegenüber Juden.
Seit ungefähr 300 nach Christus wurden Juden vor allem in Ländern, in denen mehrheitlich Christen lebten, oft als unerwünschte Fremde und nicht als gleichberechtigte Bürger behandelt. In vielen Städten mussten sie in Ghettos leben, Angriffe auf ihr Leben oder ihren Besitz blieben häufig straflos.
Dass Vorurteile, Misstrauen und Hass nie aufgehört hatten, zeigte sich, als die deutschen Nationalsozialisten die Vernichtung der europäischen Juden, den "Holocaust" oder hebräisch "Shoa", planten und durchführten.
Palästina
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wollten nur wenige Juden, die den Holocaust überlebt hatten, wieder in ihre Heimatländer zurückkehren. Wie sollten sie vergessen, dass viele nichtjüdische Nachbarn weggeschaut hatten bei dem Unrecht, das ihnen geschehen war.
Klagemauer und Felsendom in Jerusalem. (Bild: dpa)
Großansicht: Klagemauer und Felsendom in Jerusalem.Klagemauer und Felsendom in Jerusalem.
Viele gingen nach Palästina, dem Land, das Gott ihnen nach ihrem Glauben versprochen hatte. Schon seit dem 19. Jahrhundert waren Juden dorthin ausgewandert.
Palästina stand seit 1916 unter britischer Verwaltung. Die Briten versprachen den Juden einen eigenen Staat, Israel. Aber auch den dort schon lange lebenden Palästinensern, Arabern muslimischen Glaubens, hatten sie das Land versprochen.
Der Staat Israel wurde 1948 gegründet. Israel ist ein weltlicher Staat, Gerichte und Gesetzgebung sind unabhängig von der Religion. Aber weil die meisten BürgerInnen Israels Juden sind, gibt es Politiker, die das politische Leben nach den Geboten der Thora regeln wollen.
Viele Palästinenser wurden bei der Gründung Israels von dem Land, auf dem sie lange gelebt hatten, vertrieben. Hier liegt eine Ursache für die Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Palästinensern, dessen Ende alle friedliebenden Menschen auf beiden Seiten herbeisehen.
 
Autorin: Aurelia Amann
 
Letzte Änderung am 24. Januar 2007
 
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im ABC.
 
Gebetsriemen am Unterarm. (Bild: dpa)

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Besucher beim Kirchentag mit Transparenten (Bild: dpa)

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