Weltreligionen - Buddhismus
Toleranz und Respekt vor allen Lebensformen
Buddhistisches Kloster
Der Buddhismus hat sich im Gegensatz zu anderen Religionen überwiegend friedlich ausgebreitet. Der Buddhismus ist eine tolerante Religion, die alle Lebensformen respektiert.
Buddhas Botschaft, dass allein die guten Taten zählen, gilt für alle, egal ob sie arm oder reich sind. Es kommt also nicht darauf an welcher Religion jemand angehört, wichtig ist nur der rechte Weg im Leben.
Andersgläubige
Der Buddhismus verlangt kein Bekenntnis zum Glauben. Es gibt auch keine Mission oder Bekehrung. Eine Religion als die einzige zu betrachten ist für Buddhisten ein Irrweg. Alle sollten versuchen, sich vom Leiden zu befreien und auf ihrem Lebensweg sich und anderen Gutes zu tun, egal welcher Religion sie angehören. Buddhisten sind offen und aufgeschlossen gegenüber Andersgläubigen.
Glaubensrichtungen
Der Buddhismus entwickelte in verschiedenen Ländern ganz unterschiedliche Formen. Es gibt zwei Hauptströmungen:
Die ältere Form heißt "
Hinayana", das "kleine Fahrzeug". Hier muss jeder aus eigener Kraft die Erlösung erlangen. Vor allem Mönche und Nonnen können dieses Ziel erreichen.
Dalai Lama bedeutet "Ozean des Wissens".
Der
Mahayana-Buddhismus, das "große Fahrzeug", ist die jüngere Glaubensrichtung. Hier können sich die Menschen an ein Vorbild, den Bhodisattva wenden. Er hilft ihnen auf dem Weg zur Erlösung. Ein
Bodhisattva ist schon erlöst und könnte eigentlich ins
Nirwana eingehen. Aus Mitgefühl für die Menschen kehrt er aber zur Erde zurück und lehrt Buddhas Weg.
Der
Dalai Lama, das Oberhaupt der Buddhisten in Tibet, wird als Bodhisattva verehrt. Als der Buddhismus sich in Tibet ausbreitete, entstand eine neue Richtung:
Vajrayana, das "diamantene Fahrzeug".
Zen heißt japanisch "
Meditation" und ist eine spezielle Form des Buddhismus in Japan.
Autorin: Sabine Stadtmüller / Sabine Stampfel
Letzte Änderung am 06. Juli 2010
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im
ABC.