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Weltreligionen - Buddhismus

Toleranz und Respekt vor allen Lebensformen

 

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Dalai Lama (Bild: dpa Picture-Alliance)Am 6. Juli hat der Dalai Lama, das geistliche und politische Oberhaupt Tibets, Geburtstag. Tenzin Gyatso ist schon der 14. Dalai Lama. Er lebt im Exil in Indien, weil China große Teile Tibets für sich beansprucht. Der Dalai Lama bemüht sich aber um eine friedliche Befreiung Tibets.
 
Buddhistisches Kloster (Bild: dpa)
Großansicht: Buddhistisches KlosterBuddhistisches Kloster
Der Buddhismus hat sich im Gegensatz zu anderen Religionen überwiegend friedlich ausgebreitet. Der Buddhismus ist eine tolerante Religion, die alle Lebensformen respektiert.
Buddhas Botschaft, dass allein die guten Taten zählen, gilt für alle, egal ob sie arm oder reich sind. Es kommt also nicht darauf an welcher Religion jemand angehört, wichtig ist nur der rechte Weg im Leben.
Andersgläubige
Der Buddhismus verlangt kein Bekenntnis zum Glauben. Es gibt auch keine Mission oder Bekehrung. Eine Religion als die einzige zu betrachten ist für Buddhisten ein Irrweg. Alle sollten versuchen, sich vom Leiden zu befreien und auf ihrem Lebensweg sich und anderen Gutes zu tun, egal welcher Religion sie angehören. Buddhisten sind offen und aufgeschlossen gegenüber Andersgläubigen.
Glaubensrichtungen
Der Buddhismus entwickelte in verschiedenen Ländern ganz unterschiedliche Formen. Es gibt zwei Hauptströmungen:
Die ältere Form heißt "Hinayana", das "kleine Fahrzeug". Hier muss jeder aus eigener Kraft die Erlösung erlangen. Vor allem Mönche und Nonnen können dieses Ziel erreichen.
Dalai Lama (Bild: dpa)
Großansicht: Dalai Lama bedeutet "Ozean des Wissens".Dalai Lama bedeutet "Ozean des Wissens".
Der Mahayana-Buddhismus, das "große Fahrzeug", ist die jüngere Glaubensrichtung. Hier können sich die Menschen an ein Vorbild, den Bhodisattva wenden. Er hilft ihnen auf dem Weg zur Erlösung. Ein Bodhisattva ist schon erlöst und könnte eigentlich ins Nirwana eingehen. Aus Mitgefühl für die Menschen kehrt er aber zur Erde zurück und lehrt Buddhas Weg.
Der Dalai Lama, das Oberhaupt der Buddhisten in Tibet, wird als Bodhisattva verehrt. Als der Buddhismus sich in Tibet ausbreitete, entstand eine neue Richtung: Vajrayana, das "diamantene Fahrzeug".
Zen heißt japanisch "Meditation" und ist eine spezielle Form des Buddhismus in Japan.
 
Autorin: Sabine Stadtmüller / Sabine Stampfel 
Letzte Änderung am 23. Januar 2007
 
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im ABC.