Wüsten der Erde
Chihuahua - schneeweiße Dünenfelder
Chihuahua: Weißer Sand
Chihuahua - gesprochen Schiwawa - da denken die meisten an einen kleinen Hund und nur wenige an die Wüste. Und die kleine Hunderasse kommt tatsächlich aus dem mexikanischen Staat Chihuahua, der auch der Wüste ihren Namen geben hat.
Die Chihuahua Wüste erstreckt sich von Mexiko nach Norden hinein in die Südspitze der USA mit ihren Staaten Neu Mexiko und Texas. Das Klima ist hier milder als in der westlich angrenzenden Sonora-Wüste.
Pflanzenwelt auf Gipsdünen
In der Chihuahua Wüste wachsen Gräser, Kakteen und Agaven. Mit rund 8000 Jahren ist sie eine vergleichsweise junge Wüste.
Im Norden der Wüste gibt es eine große Dünenlandschaft: "White Sands - weißer Sand".
Nun sind Dünen in der Wüste nicht besonderes - diese aber schon. Sie sind nämlich aus Gips.
Vor langer Zeit war in diesem Becken ein großer See. Die Flüsse, die in den See mündeten, führten viele Mineralien mit sich - auch Gips. Als der See bei der letzten Eiszeit austrocknete, blieben die großen Gipsfelder zurück, die der Wind nun immer wieder zu hohen Dünen auftürmt.
Spuren im Gipssand
Weil eine so große Dünenlandschaft aus Gips einzigartig ist, erklärten die Amerikaner White Sands 1933 zum National-Denkmal. Der staubfeine Gipssand lockt alljährlich Tausende von Besuchern in das Tularosa-Becken im Süden von Neu Mexiko.
Sie bestaunen die Spuren im Gips, die die Bewohner der Wüste hinterlassen haben. Dazu gehören die Känguru-Ratte, Präriehasen, Erdhörnchen, Eidechsen und die Apache-Taschenmaus.
Autorin: Sabine Stampfel