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Wüsten der Erde

Mojave - Das Tal des Todes

 
Blick über die Wüste auf die Berge der Sierra Nevada (Bild: Sabine Stampfel)
Lebensrettendes Wasser gibt es nur in der Sierra Nevada
Amerika, 1849. Eine Gruppe von Goldgräbern zieht vom Osten des Landes nach Kalifornien und will den beschwerlichen Weg abkürzen: Die Reisenden durchqueren ein tiefes Tal - und verirren sich.
Weit und breit gibt es weder Wasserstellen noch Schatten spendende Pflanzen. Dabei sehen die Goldgräber am Gipfel der Sierra Nevada die Eis- und Schneemassen, die ihren Durst löschen könnten. Doch die sind unerreichbar und viele der Reisenden kommen nie am Ziel, Kalifornien, an.
Badwater-Schild in der Wüste (Bild: Sabine Stampfel)
80 Meter unter dem Meeresspiegel
Seitdem wird das Tal im Westen Amerikas Death Valley, das "Tal des Todes" genannt.
Weil es bis zu 86m Meter unter dem Meeresspiegel liegt, ist es einer der heißesten Orte der Erde.
Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius sind im Sommer keine Seltenheit.
Das Tal des Todes liegt in der Mojave-Wüste, in Kalifornien und Nevada.
Sanddünen im Death Valley (Bild: dpa)
Trockenheit und Hitze im Death Valley
Obwohl es in der Mojave-Wüste so heiß und trocken ist, lebten dort vor einiger Zeit noch Menschen.
Vor über 100 Jahren wurde an dieser Stelle nämlich Silber abgebaut. Die Arbeiter wohnten in kleinen Dörfern mitten in der Wüste.
Mittlerweile sind diese Dörfer menschenleer.
Zurückblieben nur einige sogenannte Geisterstädte mit den verlassenen Häusern, die heute noch zu sehen sind.
Las Vegas bei Nacht (Bild: dpa)
Spielparadies mitten in der Wüste
Nicht weit entfernt sieht es in der Mojave-Wüste aber völlig anders aus: Grelle Lichter und glitzernde Leuchtreklamen werben für das Glücksspiel in der Stadt Las Vegas.
Las Vegas liegt nämlich auch in der Mojave-Wüste. Bäume und Sträucher sind dort nicht natürlich gewachsen sondern wurden angepflanzt - und regelmäßig künstlich bewässert. Regen gibt es nämlich in der Wüste nur äußerst selten.
 
Autorin: Dorothea Szymanski