Wüsten der Erde
Namib - riesige Dünenlandschaften
Der "leere Platz"
Aus einem tiefen Sandbecken entstand vor 55 Millionen Jahren die Namib-Wüste im Südwesten Afrikas. Damit ist sie die älteste Wüste der Welt.
"Namib" heißt übersetzt: "Leerer Platz". Ein sehr passender Name, denn weite Teile der Namib sind tatsächlich leer. Dort wächst nichts.
Die Schätze der Namib liegen tief unter dem Wüstensand: Es sind Diamanten! 1908 wurden die Edelsteine in der Wüste entdeckt und sind seither eine wichtige Einnahmequelle für den Wüstenstaat Namibia.
Riesige Dünen
Die Namib-Wüste ist bekannt für ihre riesigen Sanddünen. Starker Wind treibt den Sand umher und türmt bis zu 300 Meter hohe Dünen auf. Dabei wachsen ganz außergewöhnliche Dünenlandschaften, die es nirgendwo sonst auf der Welt zu sehen gibt.
Sonne und Wind sind typisch für Wüsten - in der Namib ist das Wetter aber manchmal ganz anders. Dann liegt dicker Nebel über der Landschaft: Die Namib ist nämlich eine Nebelwüste. Sie liegt an der Atlantikküste. Dort wird die kühle Meeresluft von den
Passatwinden aufgewirbelt und über die Wüste getragen, wo sie auf Luft trifft, die bis zu
60 Grad heiß ist. Deshalb kondensiert das kalte Wasser und es bildet sich Nebel.
Leben durch Nebel
Dieser Nebel ist für die Pflanzen und Tiere in der Namib wichtig: Nur durch die Feuchtigkeit in der Luft können sie in der Wüste überleben.
Über Millionen von Jahren haben die Wüstenbewohner sich so den schwierigen Lebensbedingungen angepasst. Die Pflanze Welwitschia mirabilis zum Beispiel zieht das nötige Wasser aus der feuchten Luft und sammelt es dann in ihrer Wurzel. So kann sie lange davon leben und über 1.000 Jahre alt werden.
Autorin: Dorothea Szymanski
Eine Übersicht über alle erklärten Begriffe findest du im
ABC.