Wüsten der Erde
Große Victoriawüste
Queen Victoria
Im Land der Kängurus liegt diese Wüste mit königlichem Titel: eine erste Entdeckungsreise unternahm der britische Forscher Ernst Giles im Jahre 1875. Durch ihn kam die Wüste auch zu ihrem Namen: zu Ehren der britischen Königin Victoria und damaligen Herrscherin über Australien taufte er die Wüstenlandschaft auf den Namen Victoriawüste.
Die Victoriawüste ist eine abflusslose Halbwüste im Süden Australiens. Halbwüste deswegen, weil die Victoriawüste nicht nur ein einziger Sandteppich ist. Hier finden sich neben Sand nämlich auch Graslandschaften.
Karge Wüstenlandschaft
Die Victoria-Wüste gehört zu den australischen Bundesstaaten South Australia und Western Australia. Im Süden des Kontinents Australien zeigt sich die Wüste als eine karge Landschaft aus Sanddünen, Grasland und Salzseen.
Ein besonderes Merkmal der Großen Victoriawüste sind halbmondförmige Dünen, die überwiegend aus Lehm bestehen. Zahlreiche Reptilien tummeln sich in der königlichen Wüste: Geckos, Dornteufel und Warane.
Ein junger Aborigine
In der Großen Victoriawüste liegen einige Siedlungen der Aborigines, der australischen Ureinwohner. Sie sind wahrscheinlich vor mehr als 40.000 Jahren nach Australien gekommen. Ihr Name stammt von dem lateinischen Wort origine, was soviel wie "von Anfang an" bedeutet.
Eine Legende der Aborigines beschreibt die Entstehung der Wüsten so: Ein großer durstiger Frosch trank das ganze Wasser aus der australischen Tiefebene und hüpfte unbekümmert weiter.
Jahrtausendelang haben die Aborigenes das Beste gemacht aus den Lebensbedingungen, die dieser Frosch ihnen hinterlassen hatte. Sie lebten als nomadische Jäger und Sammler und erhielten so das empfindliche Gleichgewicht der Natur.
Autorin: Isabel Gotovac