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Innere Uhr

 
Wer jeden Morgen um 6.30 Uhr aufstehst, um zur Schule zu gehen, dem kann es passieren, dass er auch am ersten Ferientag um halb sieben aufwacht - und das ganz ohne Wecker! Schuld daran ist die Innere Uhr.
 
Zeichnung: Figur mit einer Uhr als Kopf (Bild: SWR)In der Mitte deines Gehirns befinden sich zwei stecknadelkopfgroße Ansammlungen von Nervenzellen. Diese Nervenzellen reagieren auf das Licht, das auf die Augen trifft. Sobald es hell wird, signalisieren die Nervenzellen deinem Körper, dass ein neuer Tag beginnt. Deine Innere Uhr funktioniert.
Probleme macht die Innere Uhr immer dann, wenn du plötzlich deinen Lebensrhythmus änderst - zum Beispiel bei einer Reise über mehrere Zeitzonen.
"Jetlag": Feind der inneren Uhr
Wer von Deutschland nach Australien fliegt, dem kann es schon mal passieren, dass er in den ersten Nächten nicht schlafen kann und dafür mitten am Tag todmüde wird. Dieses Phänomen wird "Jetlag" genannt. Normalerweise gewöhnt sich der Körper schon nach wenigen Tagen an den neuen Rhythmus - es gibt aber Menschen, die bis zu zwei Wochen unter dem "Jetlag" leiden. Bei diesen Menschen braucht die "Innere Uhr" länger, um den Körper an die neue Umgebung anzupassen.
Der natürliche Körperrhythmus
Aber die "Innere Uhr" wird nicht nur durch das Licht gesteuert. Einen Teil kontrolliert sie selbstständig und folgt dabei ihrem eigenen Takt. Sie schüttet Stoffe aus, die deinen ganzen Körper regeln - zum Beispiel Hormone. Sie sind wie Postboten deines Körpers und überbringen Befehle: "schlag schneller" sagen sie deinem Herz oder "werde müde" deinem Körper. Je nach dem was deine "Innere Uhr" gerade macht, bist du also fit oder träge.
SchlafforscherInnen meinen, dass der Schlaf- und Wachrhythmus angeboren ist. Es gibt also Menschen, die mit fünf Stunden Schlaf topfit sind und wieder andere, die auch mal 10 Stunden Schlaf brauchen. Das kann sich im Lauf des Lebens aber auch nochmal verändern.
Experimente haben zum Beispiel gezeigt, dass Personen, die abgeschieden von der Außenwelt ihren Schlafrhythmus selbst bestimmen konnten, das ganz unterschiedlich tun. Manche bleiben 28 Stunden wach, andere deutlich weniger. Ohne die Sonne oder die Möglichkeit die Zeit zu messen, lebten die Personen anscheinend nach ihrer eigenen "Inneren Uhr".
Wer dauerhaft gegen diesen natürlichen Takt seiner "Innere Uhr" lebt, der kann krank werden oder Schlafstörungen bekommen.
 
Autor: Holger Neumann, Anika Assfalg
 
Letzte Änderung am 02. Februar 2016
 
 
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