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Sonnenuhren

 
Jahrtausendealte Sonnenuhr aus Ägypten. (Bild: Universität Basel)Älteste Sonnenuhr der Welt
Im Norden von Ägypten - im sogenannten "Tal der Könige" - haben Forschende der Uni Basel eine der ältesten Sonnenuhren der Welt entdeckt.
Die jahrtausendealte Sonnenuhr besteht aus einer flachen Scheibe aus Kalkstein, auf die mit schwarzer Farbe zwölf Linien eingezeichnet sind. In der Mitte ist ein Loch, in das ein Stift gesteckt werden kann. Dessen Schatten zeigt die Zeit an.
 
Zeichnung: strahlende Sonne, dürrer Ast wirft einen Schatten (Bild: SWR)
Einfachste Form einer Sonnenuhr
Die einfachste Form einer Uhr besteht aus einem Stab, der in die Erde gesteckt wird.
Wenn sich die Sonne im Laufe des Tages den Himmel entlang bewegt, dann verändert sich auch der Schatten, den der Stab auf den Boden wirft.
Wie der Zeiger einer Uhr wandert der Schatten um den Stab herum. Mit Steinen können die Stunden markiert werden.
Beginn der Zeitmessung
Sicher haben schon vor vielen, vielen Jahren die Menschen mit Hilfe der Sonne die Uhrzeit bestimmt.
Die ersten Hinweise auf richtige Sonnenuhren gibt es von den alten Ägyptern. Auf Zeichnungen haben ForscherInnen Hinweise auf Sonnenuhren gefunden. Auch die alten Griechen haben schon die Zeit gemessen, indem sie ihren eigenen Schatten beobachteten - je länger der Schatten war, desto später oder früher war es. Diese Methode war natürlich nicht besonders genau.
Erst als die Zeit den ganzen Tag über auf einer im Kreis angeordneten Skala gemessen wurde, wurde die Berechnung exakter.
Sonnenuhr vor der Tower Bridge in London (Bild: dpa)
Großansicht: Sonnenuhr in LondonSonnenuhr in London
Der Trick: Parallel zur Erdachse
Auf eine solche Uhr sollte sich aber niemand verlassen, denn nach einiger Zeit kommt es zu Ungenauigkeiten: Die Sonne erreicht ihren Höchststand im Süden nämlich nicht immer auf die Sekunde genau nach 24 Stunden! Da kann es auf die Dauer schon zu erheblichen Zeitverschiebungen kommen.
Es ist aber möglich, Sonnenuhren zu bauen, die die Zeit ziemlich exakt anzeigen.
Voraussetzung dafür ist, dass der Uhrzeiger parallel zur Erdachse steht - nur dann zeigt die Sonnenuhr über das Jahr hinweg immer gleich lange Stunden an.
Die größte Schwäche der Sonnenuhr lässt sich aber leider nicht beseitigen: bei schlechtem Wetter ist sie nicht zu gebrauchen.
 
Autor: Holger Neumann
 
Letzte Änderung am 02. Februar 2016
 
 
großes rundes Loch im Boden (Bild: University of Birmingham)

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