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Wie die Zeit vergeht

Zeitempfinden

 
Das hast du doch bestimmt auch schon mal erlebt: du möchtest vor den Hausaufgaben noch mal schnell für eine Viertelstunde raus - und wenn du kurze Zeit später auf die Uhr schaust, sind plötzlich zwei Stunden vergangen! Und dann sitzt du am nächsten Morgen in einer gähnend langweiligen Mathestunde - und die Zeit will einfach nicht vergehen. Aber woran liegt das? Ganz einfach: In beiden Fällen hat dir dein Zeitempfinden einen Streich gespielt.
Jeder Mensch hat ein anderes Zeitempfinden. Es lässt sich keine Regel aufstellen, unter welchen Umständen eine Zeitspanne als kurz oder lang empfunden wird. Im Allgemeinen ist es aber so, dass ein und die selbe Zeitspanne für Erwachsene schneller vergeht, als für kleine Kinder. Bei einer Untersuchung haben Psychologen aus den USA etwas Interessantes herausgefunden:
Grafik: die gefühlte Lebensmitte (Bild: SWR)
Die "gefühlte" Lebensmitte
Fast alle Menschen, die älter als 50 Jahre sind, empfinden ihren 18.Geburtstag als die Mitte ihres Lebens.
Warum das so ist, wissen die Forscher nicht so genau. Manche von ihnen vermuten, dass das Leben älterer Menschen im Laufe der Zeit immer eintöniger wird.
Die ersten 18 Lebensjahre werden dann im Vergleich als besonders erlebnisreiche und deshalb lange Zeitspanne empfunden.
 
Autor: Holger Neumann 
Letzte Änderung am 27. März 2010
 
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