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Pompeji

Stadt unter Asche

 
Vesuv mit Wolken (Bild: SWR)
Der Vesuv: meistens ist er ganz friedlich.
Vor fast 2000 Jahren, am Morgen des 24. August im Jahr 79 nach Christus, scheint über Pompeji die Sonne. Schon früh herrscht reger Betrieb: Kinder spielen in den Straßen, Kaufleute bieten ihre Waren feil, Hausfrauen kaufen ein.
Alles ist wie immer - bis gegen 10 Uhr ein gewaltiger Knall die Stadt erschüttert.
Entsetzt schauen die Einwohner von Pompeji rauf zu ihrem Berg, dem Vesuv. Und tatsächlich: Aus dem Krater schießt eine riesige schwarze Wolke, Fontänen aus Lava spritzen zum Himmel. Der Vulkan ist ausgebrochen!
Panik bricht aus!
Viele Leute rennen in ihre Häuser, um sich zu schützen, andere fliehen Richtung Meer. Doch es gibt keine Rettung: Felsbrocken prasseln herab und erschlagen die Menschen, Tausende ersticken im Ascheregen. Vier Tage später ist in der Stadt kein Leben mehr. Pompeji ist unter einer sechs Meter hohen Ascheschicht begraben. Ein angesehener Politiker und Schriftsteller hat die Naturkatastrophe damals aus sicherer Entfernung beobachtet und alles aufgeschrieben. Er hieß Plinius der Jüngere.
liegender Gipsabdruck eines Toten aus Pompeji (Bild: dpa)
Großansicht: Ein Opfer des AusbruchsEin Opfer des Ausbruchs
Die Stadt kommt zurück ans Licht
Erst 1860 beginnen Archäologen, die Stadt auszugraben. Sie finden Straßen, Gebäude, prachtvolle Kunstgegenstände, wertvolle Wandmalereien. Die Asche hatte wie ein Schutzfilm funktioniert. Und da, wo die Toten lagen, hatten sich im erstarrten Lavagestein Hohlräume gebildet.
Bis heute füllen Forscher diese Hohlräume mit Gips. So entstehen sogar Abdrücke von den Menschen.

Touristen in Pompeji (Bild: SWR)
Pompeji zieht viele Touristen an.
Eine prachtvolle Stadt
Pompeji war eine reiche Stadt - und wohl auch eine sehr lebhafte. Alles, was damals Rang und Namen hatte, fuhr nach Pompeji, zum Beispiel zu Gladiatorenkämpfen im riesigen Amphitheater.
Heute ist Pompeji ein magischer Anziehungspunkt für Millionen von Touristen - und manch einer von ihnen wirft hin und wieder einen bangen Blick nach oben, hoch zum Vesuv.
 
Autorin: Constance Schirra
 
Letzte Änderung am 04. Dezember 2015
 
 
Vogel steigt aus Feuer auf (Bild: dpa)

Wie Phoenix aus der Asche

Aus Asche kann Neues entstehen: Der Vogel Phönix steht für diese Verwandlung: Er soll aus Asche wieder auferstehen.
Wolken über dem Tongariro (Bild: dpa picture-alliance )

Vulkanausbruch

Druck und Hitze schleudern das Magma aus dem Innern des Vulkans "Tongariro" hervor.
Aschewolke über Vulkan (Bild: Screenshot WDR)

Vulkane in Deutschland

Johannes geht in die Luft und schaut sich Vulkane in Deutschland an.