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Redensarten rund ums Feuer

 
Die Hand ins Feuer legen
Aua, das tut doch weh! Keine Bange, das ist natürlich nur sprichwörtlich gemeint und bedeutet voll zu vertrauen und sicher zu sein, dass jemand die Wahrheit sagt. Für die Freundin / den Freund legen wir die Hand ins Feuer. Im Mittelalter gab es tatsächlich eine "Feuerprobe", bei der die Hand ins Feuer gelegt wurde. Wer dies ohne Schaden überstand, hatte die Wahrheit gesprochen. Wer also reinen Gewissens war, konnte seine Hand beruhigt ins Feuer legen.
Öl ins Feuer gießen
Wer Öl ins Feuer gießt, gibt dem Feuer Nahrung, damit es länger brennt. Diese Redensart wird verwendet, wenn jemand einen Streit weiter anheizt, anstatt ihn zu befrieden und den Hitzköpfen eine kalte Dusche verpasst;-)
Nicht lange fackeln
Nicht lange fackeln bedeutet, ohne lange Überlegungen schnell zu einer Entscheidung zu kommen. Ursprünglich kommt fackeln vom spätmittelhochdeutschen Wort "vackelen" und das heißt: "Wie eine Fackel brennen". Und wie brennt eine Fackel? Meist lodert sie unruhig - hin und her.
Die Feuerprobe bestehen
Die Feuerprobe bestehen bedeutet, eine schwierige Aufgabe zu lösen und damit zu beweisen, dass man für einen bestimmten Aufgabenbereich geeignet ist. Dieses Sprichwort kommt aus der Antike und ist ganz wörtlich gemeint - allerdings im Zusammenhang mit Gold. Um zu ermitteln, ob es "echt" ist, wurde es ins Feuer gelegt. Blieb es unversehrt, hatte es die Feuerprobe bestanden und die Echtheit des Goldes war bewiesen.
Mehrere Eisen im Feuer haben
Wer mehrere Eisen im Feuer hat, hat mehrere Möglichkeiten und kann sich entscheiden oder hat eine Alternative, wenn das eine nicht klappt. Als Bügeleisen erhitzt werden mussten, wurden gleich mehrere auf die Herdplatte gestellt. Wenn eines beim Bügeln erkaltet war, konnte gleich mit dem Nächsten weitergebügelt werden. Ein Schmied, der mehrere Eisen im Feuer hat, hat immer eines, dass er verwenden kann, falls eines bricht.
Im Englischen gibt es eine ähnliche Redensart mit anderer Bedeutung "too many irons in the fire" - zu viele Eisen im Feuer meint, dass jemand zu viele Dinge gleichzeitig tut und damit keines der Dinge richtig gut macht.
Ein echter Dauerbrenner
Ein echter Dauerbrenner ist etwas, das sich über einen langen Zeitraum bewährt. Ursprünglich war ein "Dauerbrenner" ein Ofen, in dem besonders lang brennendes Material verfeuert werden konnte, z.B. Briketts. Seit Erfindung des Zentralheizung gibt es allerdings nur noch das Sprichwort.
 
Autorin: Ursi Zeilinger
 
Letzte Änderung am 01. Oktober 2015
 
Eine Neanderthaler-Nachbildung in einer Höhle neben einer Feuerstelle (Bild: dpa Picture-Alliance)

Die Entdeckung des Feuers

Erde, Wasser und Luft waren einfach da, aber das Feuer musste entzündet werden. Eines Tages entdeckten die Menschen wie...