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Arzneipflanze des Jahres 2018 - Andorn

Wundermittel von der Antike bis in die Neuzeit

 
Arzneipflanze 2018: Andorn (Bild: Tobias Niedenthal)

Der Andorn sieht ein bisschen aus wie die Ackerminze oder Melisse. Seine Blätter sind allerdings etwas kleiner und rundlich bis herzförmig, die Blattunterseite filzig behaart.

Der Andorn galt von der Antike bis ins 20. Jahrhundert hinein als eines der vorzüglichsten Kräuter. Schon Walahfrid Strabo oder Hildegard von Bingen haben seine medizinische Wirkung gepriesen.

Andorn wirkt bei Lungenkrankheiten - bei Husten und Bronchitis. Mit seiner schleimlösenden Wirkung hilft er aber auch bei Verdauungsbeschwerden. Die Blätter, Blüten und oberen Stängelteile können als Tee zubereitet werden. Aber auch als Frischpflanzenpresssaft oder in Form von Tropfen oder Fluidextrakten kann der Andorn angewendet werden.
Zu Unrecht ist der Andorn bei uns in völlige Vergessenheit geraten. Um ihn wieder bekannt zu machen und weiter erforschen zu können, ist der Andorn zur Arzneipflanze 2018 gewählt!

Arzneipflanzen des Jahres:
2017 Hafer | 2016 Kümmel | 2015 Johanniskraut | 2014 Spitzwegerich |
2013 Kapuzinerkresse | 2012 Süßholzwurzel | 2011 Passionsblume | 2010 Efeu
 
Autorin: Ursi Zeilinger
 
 
Aufgeschnitte Ingwerwurzel (Bild: Wolfram Kastl | dpa Picture-Alliance)

Heilpflanze 2018

Ingwer ist eine tolle Knolle. Sie kann heilen und ist ein prima Würzmittel.
Ein Star sitzt auf einem Ast (Bild: NABU/Marc Scharping)

Vogel 2018

Der Star schlüpft in Höhlen von Bäumen - darin zieht er seine Jungen auf.
Wiesenchampignon - Pilz des Jahres 2018 (Bild: Andreas Kunze / DGfM)

Pilz 2018

Der Wiesen-Champignon ist wahrscheinlich einer der bekanntesten Pilze.
Haselmaus beim Fressen (Bild: dpa picture-alliance)

Wildtier 2017

Die Haselmaus lebt zurückgezogen in Büschen und Gehölzen an Waldrändern.
Insekt des Jahres 2017: Die Gottesanbeterin (Bild: Senckenberg/Thomas Schmitt dpa)

Insekt 2017

Die Gottesanbeterin fühlt sich auch bei uns wohl und breitet sich aus.