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Schutzgebiete in Deutschland

 
 
In Deutschland gibt es verschiedene Schutzgebiete. Und was unterscheidet sie?
 
 (Bild: Jochen Dierschke/dpa picture-alliance)
Großansicht: Nationalpark WattenmeerNationalpark Wattenmeer
Nationalpark
Nationalparks sind sehr große Schutzgebiete. In Deutschland gibt es 16 Nationalparks, der größte ist rund um das Wattenmeer im Norden Deutschlands. Er ist über 4400 km² groß, also fast doppelt so groß wie das Saarland.
Ein Nationalpark ist geschützt, weil die Natur dort sehr schön oder ökologisch besonders wertvoll ist. Die Natur darf sich dort entwickeln, ohne dass Menschen eingreifen.
Wandern ist meistens erlaubt. Außer in manchen Teilen, dort stehen aber Schilder, die dir das sagen.
 (Bild: dpa picture-alliance )
Großansicht: Dieses Schild markiert ein NaturschutzgebietDieses Schild markiert ein Naturschutzgebiet
Naturschutzgebiet
Naturschutzgebiete sind kleinere Schutzgebiete. Das zeigt sich schon daran, dass es in Deutschland so viele gibt, nämlich über 8700.
Eine Landschaft kann aus zwei Gründen zum Naturschutzgebiet werden:
Entweder weil ein Ökosystem, wie zum Beispiel ein Wald, selten ist und geschützt werden soll, oder weil die Tiere oder Pflanzen darin sehr selten sind und sie erhalten werden sollen.
 
 (Bild: dpa picture-alliance)
Großansicht: Polizei in der Lüneburger HeidePolizei in der Lüneburger Heide
Landschaftsschutzgebiet
Landschaftsschutzgebiete schützen die Landschaft, also das Aussehen der Natur. Geschützt werden entweder einzigartige oder historisch wichtige Landschaften.
Ein Beispiel: In der Lüneburger Heide war früher Wald. Der wurde abgeholzt, damit es mehr Platz für Weiden gibt. Erst dann hat sich das Heidekraut überall ausbreiten können. Würde jetzt alles sich selbst überlassen, würde der Wald zurückkommen. Deshalb wird die Heide geschützt.
Die Regeln im Landschaftsschutzgebiet sind einfach: Alles, was die Landschaft verändern würde, ist verboten. Ein Feld, dass schon lange da ist, darf weiter bestellt werden. Aber eine Heide umzugraben, um Platz für neue Felder zu machen ist verboten.
 (Bild: dpa picture-alliance)
Großansicht: Radfahrer im Naturpark DümmerRadfahrer im Naturpark Dümmer
Naturpark
Naturparks sind wieder recht große Schutzgebiete. Es gibt nur 103 in Deutschland, aber sie bedecken ein Viertel des Landes. Alle haben als gemeinsames Motto "Schutz durch Nutzung".
In Naturparks sollen Menschen ihre Freizeit so verbringen, dass es der Natur nicht schadet. Das wird nachhaltiger Tourismus genannt. Wo die Natur besonders geschützt werden soll, wird im Naturpark noch ein Natur- oder Landschaftsschutzgebiet eingerichtet.
 
Forscherin im Biosphärenreservat (Bild: dpa picture-alliance )
Großansicht: Forscher beobachten das BiosphärenreservatForscher beobachten das Biosphärenreservat
Biosphärenreservat
Und dann gibt es in Deutschland noch 15 Biosphärenreservate. Sie liegen in ganz unterschiedlichen Landschaften. Die Reservate sind eine Art Modell dafür, wie Mensch und Natur besser zusammen leben können.
Das Ziel ist, die wirtschaftlichen Interessen der Menschen, also zum Beispiel Forstwirtschaft, zu verfolgen ohne der Natur zu schaden.
Forscher beobachten das und finden so heraus, wie die Forstwirtschaft betrieben werden kann, dass es am besten für die Natur ist.
Außerdem gibt es in Biosphärenreservaten auch Gebiete, in denen sich die Natur ungestört entwickeln kann, wie im Nationalpark.
Wichtige Regeln
In den Schutzgebiete gibt es ein paar Regeln, die für alle gelten:
  • Die Wege solltest du nicht verlassen, damit die Tiere ungestört sein können.
  • Leise solltest du sein, denn dann kannst du die Tiere beobachten.
  • Dein Hund gehört an die Leine, damit er nicht auf die Jagd geht.
  • Deinen Müll solltest du mit nach Hause nehmen und dort entsorgen.
  • Du solltest auch keine Pflanzen mitnehmen, denn sie haben ihren Platz im Naturkreislauf.
 
Autorin: Theresa Küntzler
 
Letzte Änderung am 23. Mai 2017
 
 
 
 
 
 
 
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