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Forschen im Eis

 
Was finden ForscherInnen eigentlich so spannend an diesen lausig kalten Polargebieten?
 
Polarforscher mit einem großen Eisbohrer (Bild: SWR)
Eisbohrung
Da gibt es zum einen das Eis: es ist uralt und birgt wahre Schätze in sich. Die Forscherinnen und Forscher bohren tief in die bis zu 5.000 Meter dicke Schicht. Je tiefer sie bohren, umso älter ist das Eis, das dann untersucht werden kann.
Über viele Jahrtausende hinweg hat das Eis Jahr für Jahr kleine Luft-Teilchen eingefroren, die wichtige Informationen über unsere Erdgeschichte enthalten. Zum Beispiel haben Vulkanausbrüche ihre Spuren hinterlassen. Das Eis ist also das größte Geschichtsbuch der Welt.
Metallgestell zur Entnahme von Meeresproben hängt über dem Wasser. (Bild: SWR)
Gerät zur Entnahme von Meeresproben
Eiswürfel der Erde
Die Polargebiete spielen außerdem eine wichtige Rolle für das Weltklima:
Wie gigantische Eiswürfel, sorgen Arktis und Antarktis für eine ständige Abkühlung von Luft und Wasser und beeinflussen so das Wetter auf der ganzen Erde.
Um diesen Einfluss zu untersuchen, werden mit besonderen Geräten Meerwasser-Proben entnommen.
Polarforscher mit Wetterballon vor einem Forschungscontainer (Bild: SWR)
Wetterballon zur Klimaforschung
So können die ForscherInnen berechnen, wie stark und wie schnell abgekühltes Wasser in wärmere Ozeane fließt.
Zudem werden mit Wetterballons Temperatur und Zusammensetzung der einzelnen Luftschichten über den Polargebieten gemessen.
Mit all diesen Beobachtungen wollen WissenschaftlerInnen herausfinden, wie die Polargebiete das Welt-Klima beeinflussen und wie sich das Wetter in Zukunft entwickeln wird.

Gewusst?

PolarforscherInnen stinken nicht! Wenn PolarforscherInnen trotz der Kälte mal ins Schwitzen kommen, brauchen sie sich keine Sorgen zu machen, dass ihr Deo versagt. In der Antarktis ist es nämlich sogar den Bakterien zu kalt, die den Schweiß zersetzen und damit zum Stinken bringen könnten.
 
Autorin: Petra Enderlin
 
Letzte Änderung am 07. Januar 2016
 
 
 
 
 
 
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