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Forschungsstationen in der Antarktis

 
An die 80 Forschungsstationen gibt es in der Antarktis, seit 1981 haben auch deutsche Forscher ihren festen Platz.
 
Die Antarktis ist eigentlich ein Gebiet der Tiere, Menschen waren dort lange Zeit nicht zu finden. Nach 1904 änderte sich das - der eisige Südkontinent wurde erforscht und die ersten Stationen gebaut.
Das Schiff "Polarstern" im Eis der Antarktis. (Bild: dpa picture-alliance)
Großansicht: Schiff "Polarstern"Schiff "Polarstern"
Argentinien als Vorreiter
Argentinien war der erste Staat, der mit dem Bauen anfing. Das ist nicht verwunderlich, denn die südliche Spitze von Argentinien ist nur 900 km von der "Südlichen Shetlandinsel" entfernt. Das ist eine Insel direkt vor dem antarktischen Festland.
Mit dem Schiff ist diese Insel leicht zu erreichen, daher gibt es auf dieser Insel viele Forschungsstationen.

Deutschland am Zug
Forscher feiern Eröffnung der neuen Polarstation Neumayer III  (Bild: dpa Picture-Alliance)
Großansicht: Eröffnung der Neumayer IIIEröffnung der Neumayer III
Deutschland baute seine erste ganzjährige Forschungsstation deutlich später als Argentinien und zwar 1981. Davor gab es mehrere zeitweise besetzte Stationen.
In der Eiswüste der Antarktis zu bauen ist gar nicht so einfach. Die erste deutsche Station wurde unter Schneemassen begraben, das zwang die Forscher dazu sie zu verschieben und dann schließlich neu zu bauen - so entstand die dritte deutsche Station, die "Neumayer-Station III". Bis zu 40 Forscher haben darin Platz. Sie erforschen das Klima, die Meere, die Erdschichten der Pole oder die Atmosphäre.
Der Klang des Ozeans
Die mächtige Schwanzflosse eines Blauwals. (Bild: dpa picture-alliance)
Großansicht: Blauwal-SchwanzflosseBlauwal-Schwanzflosse
Seit neuestem werden dort in der Nähe Unterwasseraufnahmen von Meerestieren, wie Walen oder Robben, gemacht. Auf diese Weise können die Tiere das ganze Jahr über beobachtet werden, ohne dass Menschen nach den Tieren tauchen müssen.
Robben und Wale kommunizieren über Schall. Er versetzt das Meer in Schwingung, welche sich über weite Strecken ausbreiten - weiter als in Luft.
Erst durch die Schall-Aufzeichnung, wurde herausgefunden, dass Rossrobben in der Nähe der "Neumayer-Station III" leben.
Deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erfahren nicht nur auf der "Neumayer-Station III" Neues über die Pole und das Polarmeer. Denn Deutschland betreibt auch noch andere Forschungsstationen in der größten Eiswüste der Welt.
 
Autorin: Anika Assfalg
 
Letzte Änderung am 08. Januar 2016
 
Eisbrecher (Bild: SWR)

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Polarforschung in der Arktis (Bild: dpa picture-alliance)

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