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Biosphäre 2 - Eine zweite Erde!

 
Blick auf die Biosphäre 2 in der Wüste von Arizona (Bild: dpa)
Großansicht: Künstliches Ökosystem in der Wüste Arizonas.Künstliches Ökosystem in der Wüste Arizonas.
Miniatur-Erde
Alles begann mit dem Traum eines texanischen Ölmilliardärs vom Leben auf fremden Planeten.
Er ließ 1987 ein gigantisches Gewächshaus in der Wüste von Arizona bauen, im Inneren - komplett abgeschnitten von der Umwelt - ein künstliches Ökosystem: die Erde in Miniatur-Ausgabe.
Wenn diese Welt unter der Glaskuppel am Leben erhalten werden kann, wäre es dann nicht auch möglich andere Planeten zu besiedeln?
Ein Holzpfad, der durch die künstliche Landschaft in der Biosphäre2 führt (Bild: Sabine Stampfel)
Großansicht: Trockensavanne in der Biosphäre 2Trockensavanne in der Biosphäre 2
Das Experiment
Am 26. September 1991 startete das Experiment: Acht Menschen bezogen die Biosphäre 2. Auf einer Fläche von ungefähr 1,3 Hektar war eine Art zweite Erde entstanden - mit rund 3000 Pflanzen- und Tierarten, einem Ozean, einem Regenwald, einer Wüste und Feldern für die Landwirtschaft.
Doch das Projekt Biosphäre 2 scheiterte: Der Sauerstoff unter der Glaskuppel wurde knapp, Pflanzen welkten und Tierarten starben aus. Als immer mehr Bienen starben, mussten die Bewohner - auch Bionauten genannt - Blüten von Hand bestäuben, um Obst und Gemüse ernten zu können.
Gewässer im Inneren der Biosphäre 2 (Bild: Sabine Stampfel)
Die künstliche Welt unter Glas
Rettungslabor Erde
Nach zwei Jahren wurde das Projekt abgebrochen. Ein zweiter Versuch folgte - ebenfalls ohne Erfolg.
Im Jahr 1996 nahm sich die Columbia University von New York des Projekts an - nicht etwa um endlich den Traum des Milliardärs zu verwirklichen, sondern um unserem Planeten, der Erde, zu helfen.
Chemische und biologische Prozesse ließen sich in der Biosphäre 2 simulieren. Für WissenschaftlerInnen und Studierende war das die einmalige Gelegenheit zu testen, wie die Natur auf veränderte Einflüsse reagiert.

Die Biosphäre 2 in der Wüste Arizonas (Bild: dpa)
Großansicht: Touristen-AttraktionTouristen-Attraktion
Was passiert, wenn wir die Umwelt mit Schadstoffen belasten? Welche Auswirkungen hat das auf Natur und Klima? In der Biosphäre 2 hofften WissenschaftlerInnen, die Antwort zu finden.
Doch das Projekt war zu teuer und wurde Ende 2003 eingestellt. Und so spazieren heute Touristengruppen - statt Studierende und WissenschaftlerInnen - durch Regenwald und Wüste.
 
Autorin: Sandra Goller
 
Letzte Änderung am 25. September 2017
 
 
Eisberge vor Grönland (Bild: dpa picture-alliance )

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Luftaufnahme eines atlantischen Regenwaldes. (Bild: dpa picture-alliance )

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Wie schützen wir unser Klima? Einmal im Jahr wird das heftig diskutiert.