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Die Scharrbilder von Nazca

 
Karte mit den Zeichnungen der Nazca Linien (Bild: SWR)
Großansicht: Ungelöstes Geheimnis: Was bedeuten die Scharrbilder?Ungelöstes Geheimnis: Was bedeuten die Scharrbilder?
Ganz im Norden der Atacama-Wüste liegt die Nazca-Hochebene: ein trockenes und ödes Gebiet - doch voller ungeklärter Rätsel und Geheimnisse.
Über eine Fläche von ungefähr 500 Quadratkilometern ziehen sich Geoglyphen durch den festen Wüstenboden: Linien, Spiralen und geometrische Figuren.
Geoglyphen sind von Menschen angelegte Bodenzeichnungen, die so groß sind, dass die Form erst erkennbar ist, wenn sie von oben gesehen werden.
Erst beim genauen Hinschauen und mit etwas Phantasie lässt sich erkennen, dass die Abbildungen Tiere, Pflanzen und geometrische Figuren darstellen könnten.
Linien im Wüstenboden, die an die Umrisse eines Vogels erinnern (Bild: Sandra Goller)
Großansicht: Der Kolibri ist über 100 Meter lang.Der Kolibri ist über 100 Meter lang.
Die Scharrbilder von Nazca wurden erst im Jahr 1939 entdeckt. Sie gehören zu den bekanntesten Geoglyphen der Welt. Seitdem rätseln WissenschaftlerInnen, was die Figuren in Form von Kolibri, Affe, Spinne oder Baum zu bedeuten haben.
Ungefähr 40 solcher Bilder wurden in den Boden gescharrt. Eine unglaubliche Leistung, die die Menschen damals vor schätzungsweise 2000 Jahren vollbracht haben: Teilweise sind die Figuren mehrere hundert Meter lang und in ihrer gesamten Größe nur aus der Luft zu erkennen. Übrigens: das Volk der Nazca entwickelte auch komplizierte Bewässerungssysteme, um trotz Trockenheit ihre Felder bewässern zu können.
Doch wie schafften sie es, die bis zu 30 Zentimeter tiefen Linien in den Boden zu hauen, ohne überprüfen zu können, wie das Bild aussieht? Und warum haben sie sich diese Arbeit trotz des heißen Wüsten-Klimas gemacht?
In einen Felsen sind Linien geritzt, die an eine menschliche Figur erinnern (Bild: Sandra Goller)
Großansicht: "Astronaut" wird diese in Fels gescharrte Figur genannt."Astronaut" wird diese in Fels gescharrte Figur genannt.
Mit diesen Fragen beschäftigte sich auch die deutsche Mathematikerin Maria Reiche. Sie hörte 1939 von den Bildern und erforschte sie jahrzehntelang. Sie legte Linien frei, vermaß sie und fertigte Karten an - doch die Fragen blieben.
Wurden die Linien von den Menschen der Nazca-Kultur als astronomischer oder landwirtschaftlicher Kalender genutzt? Oder waren sie Teil einer Zeremonien zu Ehren der Götter?
Bis heute kann niemand diese Fragen beantworten. Nur dass es sich bei den Scharrbildern um eine Landebahn für Außerirdische handeln soll, halten die meisten WissenschaftlerInnen für ausgeschlossen.
 
Autorin: Sandra Goller
 
Letzte Änderung am 24. Juni 2015
 
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