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Toilette

Donnerbalken und stilles Örtchen

 

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Eine deutsche Standardkloschüssel. (Bild: SWR)
Großansicht: Eine feine Sache im Fall des Falles....Eine feine Sache im Fall des Falles....
Toilette, Klo(sett), 00, WC, Lokus oder auch das "Stille Örtchen". So viele Wörter für eine Erfindung!
Für uns ist die Toilette ganz selbstverständlich. Ein Knopfdruck genügt. Schwupp – alles weg!
Zu verdanken haben wir diese feine Sache dem Dichter Sir John Harington aus England. Er hat 1596 die Toilette mit Wasserspülung erfunden.
Und wie war das früher?
Tja, da gab es keine automatische Spülung. „Groß“ und „klein“ lag oder rutschte im besten Fall irgendwo hin.
Illustration: Ein Mann sitzt hinterm Busch. (Bild: SWR)
Sein "Geschäft" in der freien Natur verrichten.
Im Mittelalter gab es Toiletten in Form von Nischen und Erkern. Über ein Loch im Boden konnten die Ausscheidungen dann ins Freie. Oder die Häuschen standen auf Brücken und der Fluss darunter war die Wasserspülung der Natur.
Ansonsten musste es auch ohne gehen. Irgendwie, irgendwo. Eine Möglichkeit war der Donnerbalken. Darauf wurde nicht alleine „gethront“. Man traf sich gerne zum Pinkeln und Plaudern.
Zeichnung: Zwei Männer sitzen auf einem Brett. (Bild: SWR)
Gemeinsame "Sitzung" auf dem Donnerbalken.
Oft wurden dabei wichtige Dinge besprochen. Der Ausdruck „ein Geschäft machen“ kommt wahrscheinlich noch aus dieser Zeit.
Erst durch die Erfindung des Wasserklosetts wurde das „aufs Klo gehen“ zu etwas Privatem – zum "stillen Örtchen".
Heute ist das Pinkeln in der Öffentlichkeit nicht mehr gern gesehen. Polizisten verhängen „Pinkelstrafen“. So hat sich die Zeit verändert.
 
Autorin: Diana Stier 
Letzte Änderung am 14. November 2009