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Die Mauer

Unter der Mauer durch in die Freiheit

 

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Die Mauer an der Bernauer Straße (Bild: dpa)
Großansicht: Die Mauer an der Bernauer StraßeDie Mauer an der Bernauer Straße
Frühjahr 1964 - Deutschland ist durch eine Mauer getrennt. Die Mauer verläuft mitten durch Berlin und trennt Freunde und Familien.
Wer aus der DDR in den Westen fliehen will, riskiert sein Leben, denn die Mauer ist von Soldaten bewacht.
Durch den Bau der Mauer 1961 wurden einige Strassen zu Sackgassen und die dortigen Geschäfte gingen pleite. So auch in der Bernauer Straße in Westberlin.

Fluchthelfer Wolfgang Fuchs im Schacht des Tunnels (Bild: dpa)
Fluchthelfer Wolfgang Fuchs im Schacht des Tunnels
Das wiederum nützte dem Schauspieler Wolfgang Fuchs bei seinem Plan. Er mietete eine leerstehende Bäckerei in der Bernauer Straße, direkt an der Grenze zu Ostberlin. Ein idealer Ort für sein Vorhaben.
Fuchs will vom Keller der Bäckerei einen Tunnel nach Ostberlin graben, damit Freunde und Verwandte unbemerkt in den Westteil der Stadt fliehen können. Unter Anleitung eines Bergmanns buddelten sich Fuchs und etwa 30 Westberliner Studenten elf Meter in die Tiefe.
Kellereingang (Bild: dpa)
Großansicht: Der Eingang zum TunnelDer Eingang zum Tunnel
Dann hackten sie mit Schaufeln und Spaten einen 145 Meter langen, nur 90 Zentimeter hohen Gang unter der Mauer nach Osten.
Die Aktion dauerte Monate und manchmal sah es so aus als ob sie aufgeben müßten. Aber sie kamen an: In der Nacht zum 3. Oktober 1964 erreichten sie einen Hinterhof in der Strelitzer Straße in Ostberlin.
Noch in derselben Nacht krabbelten 28 Ostberliner durch den Tunnel nach Westberlin. Bis zum 5. Oktober 1964 gelang insgesamt 57 Männern, Frauen und Kindern die Tunnelflucht. Dann wurde der Tunnel entdeckt und der Weg in die Freiheit war wieder versperrt.
Nie mehr in der Geschichte der Berliner Mauer, wurde ein so großer Tunnel gegraben wie der zwischen der Bernauer und der Strelitzer Straße.
 
Autorin: Constance Schirra 
Letzte Änderung am 03. Oktober 2009