SWR Kindernetz
ProgrammvorschauNewsletter

Was gehört sich?

Über Knigge und internationale Tischsitten

 

Mädchen bittet Jungen um Entschuldigung (Bild: SWR)
Großansicht: Höflichkeit zahlt sich aus!Höflichkeit zahlt sich aus!


Jeder kennt diese Worte: "Benimm dich!", oder "Das gehört sich nicht!". Meistens nervt das – doch manchmal ist es von Vorteil, sich ein bisschen mit gutem Benehmen auszukennen!

Mit Benimmregeln verbindet man oft das Wort "Knigge". Warum ist das eigentlich so?


Freiherr Knigge war ein deutscher Schriftsteller. Im Jahr 1788 – also vor mehr als 220 Jahren – schrieb er das Buch "Über den Umgang mit Menschen".

Freiherr Knigge (Bild: picture alliance / dpa)
Großansicht: Freiherr Knigge (1752-1796)Freiherr Knigge (1752-1796)

Sein Buch war eigentlich nicht als Benimmbuch gedacht. Freiherr Knigge ging es vielmehr um Taktgefühl und Höflichkeit im Umgang mit anderen Menschen als darum, jemanden über Tischsitten zu belehren.

Die Benimmregeln wurden erst nach Freiherr Knigges Tod in sein Buch eingefügt.


So kommt es, dass wir mit dem Wort "Knigge" heute vor allem Tischsitten verbinden. Reporter Felix hat einen Knigge-Kurs besucht:



Regeln für gutes Benehmen sind häufig schon vor vielen Jahren entstanden und haben sich bis heute durchgesetzt. Zum Beispiel war es früher üblich, dass der Mann vor der Frau das Restaurant betreten hat, um Gefahren auszuschließen.

Aus alter Tradition heraus gilt es deshalb heute in Deutschland noch, dass der Mann das Restaurant zuerst betritt – auch wenn man sich nicht mehr unbedingt an diese Regel hält.

Andere Länder, andere Sitten: In südlichen Ländern Europas ist das schon wieder anders: Dort betritt zuerst die Dame das Restaurant – damit ihr die komplette Aufmerksamkeit geschenkt wird!

Wie unterschiedlich Tischsitten in verschiedenen Ländern sein können, darüber hat sich Anna informiert:



Es gibt also Benimmregeln, die eingehalten werden sollten und welche, die heute nicht mehr so wichtig sind.

Und in fast jedem Land unterscheiden sich die Regeln voneinander. Es schadet also nicht, sich ab und zu darüber zu informieren – zum Beispiel, wenn man in den Urlaub fährt: Schließlich will man sich ja nicht blamieren! :-)
 
Letzte Änderung am 27. März 2014
 
 
 
 
 
 
 
0 Bewertungen
Artikel bewerten Bewertungen lesen