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Das Schicksal der Heimatlosen

 

 (Bild: SWR)


Flüchtlinge, so werden die Menschen genannt, die Schutz in anderen Ländern suchen müssen, weil sie in ihrem eigenen Heimatland nicht mehr sicher sind.

Warum fliehen die Menschen aus ihrem Heimatland?

Weltweit sind knapp 60 Millionen Menschen auf der Flucht. In Deutschland rechnet man dieses Jahr mit der Ankunft von etwa 800.000 Flüchtlingen. Die meisten Menschen, die bisher nach Deutschland geflohen sind, kommen aus Syrien. Die Menschen aus Serbien bilden die zweitgrößte Gruppe der Flüchtlinge in Deutschland, gefolgt von Afghanistan, Eritrea und dem Irak.

Niemand flüchtet freiwillig aus seiner Heimat, in welcher er lebt, aufgewachsen oder geboren ist. Die Hauptgründe, welche die Menschen zur Flucht zwingen sind: Krieg, Terror, Gewalt, Verfolgung oder Armut.

Wie flüchten die Menschen?

Die Menschen aus den Krisengebieten sehnen sich nach einem Leben in Frieden und Sicherheit. Daher kommen zurzeit sehr viele Flüchtlinge nach Europa. Der Weg dorthin ist jedoch nicht nur beschwerlich und weit, sondern auch lebensgefährlich. Die afrikanischen und asiatischen Flüchtlinge müssen auf dem Weg nach Europa das Mittelmeer überqueren.

 (Bild: SWR)Viele geraten dabei in die Hände sogenannter "Schlepper". "Schlepper" sind Menschen, die gegen viel Geld ein Boot für die Flüchtlinge organisieren, das sie über das Mittelmeer nach Europa bringen soll. Das ist nicht nur kriminell, denn es ist verboten Menschen über die Grenze nach Europa zu schmuggeln, sondern für die Flüchtlinge auch noch äußerst gefährlich. Die Boote sind nämlich viel zu klein für die vielen Menschen und meistens auch gar nicht seetauglich. Sehr viele Flüchtlinge sind deswegen schon im Meer ertrunken.


Finden die Flüchtlinge in Deutschland Schutz?

Die Flüchtlinge, die es nach Deutschland schaffen, müssen sich zunächst bei einer Behörde, zum Beispiel bei der Polizei melden, damit sie registriert werden können. Danach werden sie in Erstaufnahmelager gebracht, wo sie zunächst für drei Monate leben.
 (Bild: SWR)
Ein Mitarbeiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) stellt ihnen dort viele Fragen, unter anderem warum sie aus ihrem Land geflüchtet sind. Das ist wichtig, damit ein Asylverfahren eingeleitet werden kann. In einem Asylverfahren wird geprüft, ob ein Flüchtling in Deutschland bleiben darf oder wieder zurück in seine Heimat muss.

Denn nicht jeder Flüchtling darf auch bleiben. Menschen, die vor Armut, wirtschaftlicher Not oder Naturkatastrophen fliehen, haben nämlich laut Gesetz keinen Anspruch auf Asyl.

Nach den drei Monaten im Erstaufnahmelager werden die Flüchtlinge auf die Bundesländer verteilt. Die Asylsuchenden dürfen sich nicht etwa aussuchen in welche Stadt sie kommen, sondern werden nach einer mathematischen Formel, dem sogenannten "Königsteiner Schlüssel", verteilt. In Flüchtlingslagern oder Wohnheimen dürfen die Flüchtlinge dann solange leben bis über ihren Asylantrag entschieden wurde. Wird ein Asylantrag bewilligt, dürfen die Flüchtlinge vorerst für drei Jahre in Deutschland bleiben.
 
Letzte Änderung am 18. Oktober 2015
 
 
 
 
 
 
 
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