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Bremen

Die Bremer Stadtmusikanten

Kinder vor einer Statue mit Esel, Hund, Katze und Hahn (Bild: Grundschule Uphuser Straße)
Zum Zoombild: Wir und die Bremer StadtmusikantenWir und die Bremer Stadtmusikanten
Hier siehst du uns, die Klasse 4B der Grundschule Uphuser Straße. Wir wollen dir unsere schöne alte Stadt zeigen.
Die Bremer Stadtmusikanten sollen uns dabei begleiten. Anders als im Märchen, glauben wir nämlich, dass sie doch noch nach Bremen gekommen sind.
Bist du an einem anderen Märchenende interessiert? Hier hast du drei zur Auswahl:

Unser erstes Märchenende:
Gewusst?

Als der Bürgermeister von Bremen hörte, dass die vier Freunde die Räuber aus der Umgebung seiner Stadt vertrieben hatten, wollte er sich bei ihnen bedanken. „Ihr könnt zu uns nach Bremen kommen und Stadtmusikanten werden,“ ließ er ihnen ausrichten. 

Zeichnung: Ein Mann, Esel, Hund, Katze und Hahn stehen vor einem roten Haus (Bild: Grundschule Uphuser Straße)
Zum Zoombild: Die Bremer Stadtmusikanten...Die Bremer Stadtmusikanten...
Da machten sich Esel, Hund, Katze und Hahn auf den Weg. Jeden Tag führten sie auf dem Marktplatz vor, wie sie die Räuber erschreckt hatten.

Dazu sangen sie ihr Lied. Sie bekamen reichlich zu essen und durften im Ratskeller wohnen. Bald wurden sie die besten Stadtmusikanten, die Bremen jemals hatte. Nachdem die Tiere gestorben waren, stellten die Bürger zur Erinnerung an sie eine Figur auf. – Sie steht noch heute neben dem Rathaus. 
Unser zweites Märchenende:
Gewusst?

Doch bald gab es kein Futter mehr und sie bekamen Hunger. Als auch das Feuerholz weniger wurde und es durch das Dach regnete, hatten sie genug. „Vielleicht sollten wir es doch noch einmal als Stadtmusikanten versuchen“, meinte der Esel. Alle waren begeistert. So machten sie sich auf den Weg.
Zeichnung: Ein Esel, ein Hund, eine Katze und ein Hahn stehen im Wald und singen (Bild: Grundschule Uphuser Straße)
Zum Zoombild: Ganz schön musikalisch...Ganz schön musikalisch...
In Bremen sahen sie sich alles an: den Marktplatz, den Schnoor, die Schlachte und den Dom. Beim Roland trafen sie sich wieder. „Bremen ist schön, aber Hunger habe ich immer noch!“, miaute die Katze.

Da hatte der Hahn eine Idee: „Lass uns vor dem Rathaus unsere Tierpyramide machen, so wie wir damals die Räuber in die Flucht getrieben haben. Wenn dann jeder von uns auf seinem Platz ist, singen wir los. Bestimmt werden die Leute uns dann etwas zu essen geben.“

Und so geschah es. Die Tiere sangen das Lied: „Wir sind die wohlbekannten, lustigen Bremer Stadtmusikanten.“ Es wurde ein großer Erfolg! Und so wurden sie berühmt und sind auch heute noch in Bremen zu sehen.
Unser drittes Märchenende:
Gewusst?

Eines Tages fand der Esel im Wald eine Zeitung mit einer Anzeige. Weil er kein dummer Esel war, las er den anderen laut vor: Stadtmusikanten gesucht. Bitte in  Bremen melden!
„Hey Leute, das wollten wir doch eigentlich werden“, meinte der Hund begeistert. „Auf nach Bremen!“, krähte der Hahn laut und die Katze sang sofort ihr schönstes Miau. Das gab ein schreckliches Lied! Auf dem Weg in die Stadt haben sie noch etwas geübt und bald klang alles viel besser.
Dort angekommen, suchten sie die Kirche „Unserer Lieben Frauen“, denn dort suchte man die Musikanten. Da sprach sie ein Mann an: „Moin, Moin. Was treiben denn vier Tiere in unserer schönen Stadt?“ „Wir wollen Stadtmusikanten werden“, erklärte der Hund. „Oh, das tut mir Leid! Tiere werden nicht angenommen!“,  konterte der Mann.

Zeichnung: Ein Esel, ein Hund, eine Katze und ein Hahn in einem Haus (Bild: Grundschule Uphuser Straße)
Zum Zoombild: Die Bremer Stadtmusikanten führen ein bequemes Leben.Die Bremer Stadtmusikanten führen ein bequemes Leben.
„Na, dann kucke ich mir die kleinen Häuschen hier nebenan an. Sicher gibt es da was für mich zu jagen“, freute sich die  Katze und lief in den Schnoor. „Und ich mach mich hier auf dem Marktplatz nützlich“, japste der Hund. „Ich bewache den Roland!“ „Ich fliege auf die Spitze des Domes“, krähte der Hahn. „So kann ich die Stadt im Auge behalten und Alarm schlagen, wenn es sein muss.“ „Na schön, dann gehe ich zum alten Hafen“, meinte der Esel. „Sicher gibt es dort für mich noch etwas zu tun.“

Die Bremer Bürger freuten sich über die Tiere in ihrer Stadt und gaben ihnen reichlich zu fressen. Zum Dank dafür führten Esel, Hund, Katze und Hahn ihnen vor, wie sie die Räuber vertrieben haben. So lebten sie in Bremen zufrieden bis an ihr Lebensende.
 
Grundschule Uphuser Straße, Klasse 4b
 
Letzte Änderung am 04. Februar 2008