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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Ringelnatter

Die Ringelnatter

Ein Beitrag von Merle Giebeler
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Die Ringelnatter ist sehr weit verbreitet. In Deutschland ist sie die Schlange, die am häufigsten vorkommt.
Eine Ringelnatter züngelt mit ihrer gespaltenen Zunge (Bild: picture alliance / dpa)

Natrix natrix

Die Ringelnatter ist unsere häufigste einheimische Schlange. Das Reptil mit den zwei typischen halbmondförmigen hellen Flecken hinter dem Kopf ist für Menschen völlig harmlos.
Aussehen
Eine Gruppe von Ringelnattern auf Baumstämmen (Bild: SWR)
Ringelnattern gehören zur Familie der Nattern und damit zu den Kriechtieren oder Reptilien.

Die Männchen werden bis zu einem Meter lang. Die Weibchen erreichen eine Länge von bis zu 130 Zentimetern, manche sogar bis zu zwei Metern, außerdem sind sie sehr viel dicker als die Männchen.
Ringelnattern sind sehr verschieden gefärbt: Ihr Körper kann rotbraun, schiefergrau oder olivfarben sein und dunkle Längsstreifen oder Flecken besitzen, ab und zu gibt es auch ganz schwarze Tiere.

Eine aufgerichtete Ringelnatter (Bild: SWR)
Der Bauch ist weißgrau bis gelblich und gefleckt.
Das typische Merkmal sind zwei gelbliche bis weiße halbmondförmige Flecken hinter dem Kopf. Der Kopf selbst ist fast schwarz. Die Pupillen der Augen sind, wie bei allen Nattern, rund.
Um wachsen zu können, müssen sich Ringelnattern wie alle Reptilien regelmäßig häuten.
Heimat
Ringelnattern haben ein sehr großes Verbreitungsgebiet. Sie sind in ganz Europa, in Nordafrika und in Westasien zu finden. Dort kommen sie vom Flachland bis in 2000 Meter Höhe vor. In sehr kühlen Gebieten Skandinaviens und Irland fehlen sie allerdings.
Lebensraum
Eine Ringelnatter kriecht durch das Dickicht (Bild: SWR)
Ringelnattern mögen Wasser: Sie leben an Weihern, Tümpeln, auf feuchten Wiesen und in langsam fließenden Gewässern.

Die Gewässer müssen aber von üppigen Pflanzen umgeben sein, damit die Schlangen sich verstecken können.

Auch alte Bäume sind wichtig, in deren großen Wurzeln die Ringelnattern kleine Höhlen für die Eiablage und zum Überwintern finden.
Rassen und Arten
Weil Ringelnattern ein so großes Verbreitungsgebiet haben, gibt es auch mehrere Unterarten. Sie unterscheiden sich vor allem in der Färbung und in der Größe.
Die Gewöhnliche Ringelnatter lebt östlich der Elbe und bis Skandinavien und Westrussland. Die Barrenringelnatter kommt im westlichen Europa und in Norditalien vor. Die Spanische Ringelnatter ist auf der iberischen Halbinsel und in Nordwestafrika zu finden, die Streifenringelnatter auf dem Balkan bis Kleinasien und zum Kaspischen Meer. Die Russische Ringelnatter lebt in Russland, die Sizilianische auf Sizilien. Auf den Inseln Korsika und Sardinien und einigen griechischen Inseln gibt es weitere Unterarten.
Lebenserwartung
Ringelnattern können in der Natur 20 bis 25 Jahre alt werden.
Autorin: Barbara Kiesewetter