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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Aal

Ein Grünaal im ausgewachsenem Zustand (Bild: picture-alliance/ dpa)

Anguilla anguilla

Europäische Flussaale sind faszinierende Fische. Sie schwimmen bis zu 5000 Kilometer weit, um sich fortzupflanzen: von den Flüssen Europas über den Atlantik zur Sargassosee.
Aussehen
Ein Aal dreht im Aquarium seine Runden (Bild: SWR)
Europäische Flussaale gehören zur Ordnung der Aalartigen, sie sind mit ihrem lang gestreckten, schlanken Körper unverkennbar.

Der Kopf ist schmal und hebt sich nicht vom Körper ab, der in seinem Querschnitt rund ist.
Das Maul ist oberständig, das heißt, der Unterkiefer ist etwas länger als der Oberkiefer. Auf den ersten Blick gleicht der Aal einer Schlange.

Brustflosse eines Aals (Bild: SWR)
Hinter dem Kopf sitzen die Brustflossen, die Bauchflossen fehlen. Die Rücken-, After- und Schwanzflossen gleichen nicht typischen Fischflossen. Sie sind schmal und saumförmig und ziehen sich fast am ganzen Körper entlang.
Der Rücken ist schwarz bis dunkelgrün, der Bauch gelb oder silbrig.

Männchen und Weibchen der Flussaale sind unterschiedlich groß: Die Männchen werden nur 46 bis 48 Zentimeter lang, die Weibchen dagegen 125 bis 130 Zentimeter und bis zu sechs Kilogramm schwer.
Heimat
Der Europäische Flussaal ist in ganz Europa von der Atlantikküste über den Mittelmeerraum bis nach Nordafrika und Kleinasien zu finden.
Lebensraum
Aale gehören zu den Fischen, die sowohl im Salz- als auch im Süßwasser und im Brackwasser leben können.
Rassen und Arten
Aal im Aquarium (Bild: SWR)
Neben dem Europäischen gibt es noch den Amerikanischen Flussaal, beide Arten sind sich sehr ähnlich.
Weitere Arten gibt es in Asien und Afrika.
Zur selben Familie gehören auch die rund 150 Arten der Meeraale. Sie kommen in den Meeren von den Tropen bis zu den gemäßigten Zonen vor, gehen aber niemals ins Süßwasser.
Lebenserwartung
Aale, die in die Sargassosee zur Fortpflanzung wandern, sterben nach dem Laichen. Die Männchen werden dann ungefähr zwölf, die Weibchen maximal 30 Jahre alt.
Hindert man die Tiere jedoch, ins Meer zu wandern und sich fortzupflanzen, beginnen sie wieder zu fressen und können dann bis zu 50 Jahre alt werden.

Autorin: Barbara Kiesewetter