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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Achatschnecke

Eine Achatschnecke rutscht an dem Schneckenhaus einer Weinbergschnecke vorbei (Bild: picture alliance / dpa)

Achatina achatina

Ein Glück, dass sie nicht bei uns lebt, sonst bliebe von den Pflanzen in unseren Gärten wahrscheinlich nicht mehr viel übrig: Die Achatschnecke hat nämlich einen gewaltigen Appetit.
Aussehen
Achatschnecke auf einer Glasplatte (Bild: SWR)
Achatschnecken sind Landlungenschnecken und gehören zu den Weichtieren. Sie sind die größten Landschnecken der Welt und werden manchmal über 30 Zentimeter lang. Allein ihr Gehäuse ist rund 25 Zentimeter lang und zehn Zentimeter breit. Es ist spiralförmig gewunden, läuft nach hinten spitz zu und ist rotbraun gefärbt.

Der Körper besteht aus einem Kopf mit einem Mund und Fühlern sowie einem großen Fuß, der zum Kriechen dient. Die Körperorgane sind im so genannten "Mantel" - der sich im Schneckenhaus befindet - untergebracht.
Achatschnecke beim Fressen (Bild: SWR)
Zum Fressen besitzen Achatschnecken die so genannte "Radula", das ist eine Art Zunge, die wie ein Reibeisen mit winzigen Zähnchen besetzt ist.

Mit der "Radula" raspeln die Schnecken ihre Nahrung so klein, dass sie sie problemlos verspeisen können.
Heimat
Achatschnecken sind in ganz Afrika verbreitet, wurden von dort aber in viele andere tropische Länder eingebürgert oder aus Versehen mit Schiffsladungen dorthin verschleppt.
Lebensraum
Achatschnecken bewohnen viele verschiedene Lebensräume. Sie kommen in trockenen Steppen ebenso vor wie im Regenwald oder in Sümpfen. Dort sind sie im vermodernden Laub, im Gebüsch, unter Steinen, aber auch auf Bäumen und an Hauswänden zu finden.
Rassen und Arten
Zur Familie der Achatschnecken gehören elf verschiedene Gattungen, die sich in Größe, Farbe und Form des Gehäuses voneinander unterscheiden. Jede Gattung besteht aus vielen verschiedenen Achatschecken-Arten und -Unterarten. Neben der Achatschnecke Achatina achatina aus Westafrika ist Achatina fulica aus Ostafrika eine der bekanntesten Arten.
Lebenserwartung
In Terrarien können Achatschnecken bis zu zehn Jahre alt werden. Wie lange sie in der Natur leben, ist nicht bekannt.
Autorin: Barbara Kiesewetter