Alltag
Afrikanische Eierschlangen sind überwiegend in der Dämmerung und Nacht aktiv.
Sie sind für den Menschen völlig harmlos, weil sie nicht giftig sind. In Gefangenschaft werden sie sogar ziemlich zahm.
In der Natur können sie bei Gefahr aber angriffslustig sein und beißen dann auch zu.
Fühlen sich Eierschlangen bedroht, rollen sie sich zusammen und heben den Kopf an. Weil dabei der Hals abgeplattet wird, sehen sie wie eine Kobra aus.
Dann rollen sie sich auseinander, wobei die Schuppen ihrer Haut aneinander reiben. So entsteht ein raspelndes Geräusch.
Außerdem blähen sie ihren Körper auf, um größer zu wirken und Feinde zu beeindrucken.
Am interessantesten ist jedoch ihre Fresstechnik. Eierschlangen ernähren sich ausschließlich von Eiern. Auch andere Schlangenarten fressen Eier, sie verschlingen ein Ei und zerdrücken es mit ihrem Körper.
Eierschlangen haben aber eine ganz besondere Methode entwickelt. Sie reißen ihr Maul weit auf und verschlingen das Ei.
Durch Muskeln wird das Ei gegen scharfe, stachelähnliche Wirbelfortsätze gedrückt, die das Ei wie mit einer Säge aufschlitzen.
Der Inhalt fließt in den Magen.
Die Eierschalen werden durch die stumpfen Enden einiger Wirbel zusammengepresst und von der Schlange ausgewürgt.
Eierschlangen können ihr Maul und die Haut ihres Hals extrem weit dehnen.
Eine kaum fingerdicke Schlange kann deshalb mühelos ein Hühnerei verschlingen, das viel dicker ist als sie selbst.
Freunde und Feinde
Raubtiere und Raubvögel können Eierschlangen gefährlich werden. Und weil sie den giftigen Nachtottern recht ähnlich sehen, werden sie in ihrer Heimat oft mit diesen verwechselt und von Menschen getötet.