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Tierlexikon

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Ein afrikanischer Strauß (Bild: SWR)

Afrikanischer Strauß


Struthio camelus

Er kann nicht Fliegen, aber er ist ein Vogel der Extreme: Kein anderer Vogel auf der Welt ist so groß, und keiner kann so schnell rennen wie der Afrikanische Strauß.
Aussehen
Zwei afrikanische Strauße auf einer Wiese (Bild: SWR)Der Afrikanische Strauß gehört zur Ordnung der Laufvögel und zur Familie der Strauße. Er ist die größte heute lebende Vogelart: Die Männchen werden bis zu 250 Zentimeter hoch und wiegen bis zu 135 Kilogramm, einzelne Tiere werden sogar noch größer. Die Weibchen sind zwar kleiner, messen aber auch noch stolze 175 bis 190 Zentimeter und wiegen 90 bis 110 Kilogramm.
Große Krallen eines afrikanischen Straußen (Bild: SWR)Ihre Gestalt ist unverwechselbar: Die Beine sind lang und kräftig, an den Füßen sitzen Zehen mit gewaltigen Krallen. Der Körper ist bei den Männchen von einem schwarzen Gefieder bedeckt, von dem sich die weißen Schwanzfedern deutlich abheben. Die Weibchen tragen ein helleres, weißlich-graues Federkleid.
Beine und Hals sind nackt und - je nach Unterart - graublau oder rosa gefärbt.
Afrikanischer Strauß (Bild: SWR)Jungvögel besitzen ein ähnliches Federkleid wie die Weibchen, aber Flügel- und Schwanzfedern sind bei ihnen noch nicht deutlich ausgeprägt.
Auf dem langen, schlanken Hals sitzt der im Verhältnis zum Körper kleine Kopf. Auffällig sind die großen Augen: Sie haben einen Durchmesser von etwa fünf Zentimetern.
Afrikanischer Strauß hebt seine Flügel (Bild: SWR)Strauße besitzen zwar Flügel, diese sind jedoch nicht zum Fliegen geeignet: Die Laufvögel sind viel zu schwer, um sich mithilfe von Flügeln in die Luft erheben zu können.
Die Flügel dienen bei ihnen nur noch zur Balz, zum Beschatten der Jungen und um bei einem schnellen Spurt das Gleichgewicht zu halten.
Heimat
Wie sein Name schon sagt, ist der Afrikanische Strauß nur in Afrika verbreitet. Dort kommt er vor allem in Ost- und Südafrika vor.

Früher waren Strauße auch auf der Arabischen Halbinsel und im nördlichen Afrika zu finden. Dort sind die Tiere aber heute ausgestorben.
Lebensraum
Ein afrikanisches Straußen-Küken (Bild: SWR)Strauße halten sich vor allem in Savannen und Wüsten aus.
Sie mögen Regionen, in denen das Gras maximal einen Meter hoch wächst und das einen lichten Baumbestand bietet. Dort können sie ungehindert laufen und rennen.
Rassen und Arten
In den verschiedenen Regionen gibt es vier Unterarten des Straußes. Die fünfte Unterart, der Arabische Strauß, ist heute ausgestorben. Nahe Verwandte sind die Emus in Australien und die südamerikanischen Nandus - beide sind ebenfalls flugunfähige Laufvögel.
Lebenserwartung
Strauße werden in freier Wildbahn etwa 30 bis 40 Jahre alt. In Zoos gehaltene Tiere können noch älter werden.