Alltag
Agutis sind tagaktive Tiere. In dicht besiedelten Gebieten, gehen sie aber erst in der Dämmerung auf Futtersuche, um nicht von Menschen gestört zu werden. Sie sind nämlich scheue Tiere.
Agutis sind Bodenbewohner. Sie können sehr schnell laufen. Wenn sie sich bedroht fühlen, galoppieren sie sogar davon.
Weil sie von ihren Verstecken zu ihren Weideplätzen immer wieder die gleichen Wege benutzen, gibt es sogar richtige Aguti-Trampelpfade.
Als Versteck dienen dichte Büsche, hohle Baumstämme und Baue in der Erde, die sie selber graben.
Agutis leben entweder allein oder als Paar zusammen.
Sie haben ein festes Territorium, das sie gegenüber fremden Artgenossen heftig verteidigen. Wollen sie einem anderen Aguti drohen, stellen sie die Rückenhaare auf und geben Laute von sich, die an Hundegebell erinnern.
Nachwuchs
Agutis können sich das ganze Jahr hindurch paaren.
Sie haben ein ganz besonderes Paarungsritual: Das Männchen bespritzt das Weibchen mit Urin, worauf das Weibchen zu tanzen beginnt. Dies wiederholt sich mehrere Male, schließlich kommt es zur Paarung.
Nach 100 bis 120 Tagen werden ein bis zwei, selten drei Junge geboren. Sie haben schon Fell und sind Nestflüchter, d.h. sie können schon eine Stunde nach der Geburt laufen.
Nach etwa fünf Monaten werden sie entwöhnt und sind selbstständig. Im Alter von sechs Monaten werden sie geschlechtsreif.
Wird das Weibchen wieder trächtig, trennt es sich von den Jungen. Männliche Nachkommen werden oft schon vorher von ihren Vätern vertrieben und müssen sich ein eigenes Revier suchen.