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Tierlexikon für Kinder - Archiv

Alpaka

Alltag
Eine Herde Alpakas auf der Weide (Bild: SWR)
Alpakas wurden vermutlich schon vor etwa 5000 Jahren von den Indios in Südamerika gezüchtet.

Lange dachte man, dass nur das wilde Guanako der Vorfahr der Alpakas ist. Heute vermutet man, dass die Alpakas sowohl vom Guanako als auch vom Vikunja abstammen.
Alpakas wurden von den Indios vor allem wegen ihrer sehr feinen und warmen Wolle gezüchtet. Lamas dagegen dienten mehr als Transport-Tiere.

Früher hielten sich die Inka-Herrscher, die im heutigen Peru lebten, große Alpaka-Herden und trugen Alpaka-Mäntel. Das war die Art, wie sie ihren Reichtum zeigten.

Als die Spanier Südamerika eroberten, wurde das Alpaka über viele Jahre von den Schafen verdrängt.
Alpakas beim Fressen (Bild: SWR)
Erst in neuerer Zeit erkannte man wieder den Wert seiner Wolle, und so werden heute wieder vermehrt Alpakas gehalten und aus Alpakawolle sehr teure und kostbare Kleidungsstücke hergestellt.

Alpakas sind reine Pflanzenfresser. Sie sind aber nicht wie unsere Kühe "echte Wiederkäuer", sondern besitzen nur einen dreigeteilten Magen.
Wie Lamas und Guanakos sind auch die Alpakas sehr soziale Tiere. Sie fühlen sich nur in einer kleinen Herde sicher und geborgen.
Freunde und Feinde
Nur große Raubtiere wie der Puma können den Alpakas - vor allem den Jungtieren - gefährlich werden.
Nachwuchs
Ein junges Alpaka (Bild: SWR)
Alpaka-Weibchen können schon mit einem Jahr geschlechtsreif sein, Männchen dagegen erst mit zweieinhalb bis drei Jahren.
Eine Alpaka-Stute bekommt meist nur ein Junges pro Jahr. Es kommt nach acht bis elfeinhalb Monaten Tragzeit zur Welt. Das Junge wird dann sechs bis acht Monate lang von der Mutter gesäugt.
Ein Alpaka beim Spucken (Bild: SWR)
Schon zwei bis drei Wochen nach der Geburt kann sich die Stute wieder mit einem Hengst paaren. Zur Paarung, die 15 bis 45 Minuten dauert, legt sich das Weibchen auf den Boden.

Wenn sich eine Alpaka-Stute nicht paaren will, wehrt sie den Hengst sehr deutlich mit Lauten ab und spuckt nach ihm.
Sprache
Alpakas geben viele verschiedene Laute von sich, meistens aber ein leises Summen. Außerdem haben sie eine ausgeprägte Körpersprache. Eines der wirksamsten Kommunikationsmittel ist das berühmte Spucken: So zeigen die Tiere ihren Unmut und Ärger.
Autorin: Barbara Kiesewetter