Alltag
Asiatische Streifenhörnchen sind sehr lebhafte Tiere. Sie sind überwiegend am Tag aktiv. Vor allem in den frühen Morgenstunden turnen sie durch die Bäume. Streifenhörnchen sind Einzelgänger. Nur die Winterruhe verbringen sie oft paarweise. Sie leben zwar in Kolonien, jedes Tier hat jedoch sein eigenes Territorium, das es mit Duftmarken markiert und das es gegen andere Hörnchen verteidigt.
Ein typisches Kennzeichen sind die riesig großen Backentaschen, in denen die Tiere Futter sammeln, das sie dann als Vorrat anlegen.
In jede Backentasche passen bis zu neun Gramm Nahrung. Ein Streifenhörnchen kann insgesamt bis zu sechs Kilogramm Vorräte sammeln.
Diese werden in den Erdhöhlen, die die Tiere unterirdisch anlegen, versteckt. Die Höhlen sind bis zu 2,5 Meter lang und reichen bis zu 1,5 Meter tief unter die Erde. Sie sind in Schlafkammern und Vorratskammern unterteilt. Extra Gänge dienen als Toilette.
Streifenhörnchen sind sehr beweglich: Geschickt klettern sie an Baumstämmen hinauf und hinunter.
Ähnlich wie Eichhörnchen sitzen sie beim Fressen meist auf den Hinterbeinen und halten das Futter mit den Vorderpfoten fest.
Im Frühjahr und Herbst wechseln sie ihr Fell. Im Winter halten wild lebende Streifenhörnchen eine Winterruhe, die sie in ihren Erdhöhlen verbringen. Sie dauert zum Beispiel in Sibirien von Oktober bis April.
Freunde und Feinde
Fuchs, Iltis, Zobel, Hermelin und Baum-Marder können den Streifenhörnchen gefährlich werden.
Nachwuchs
Asiatische Streifenhörnchen paaren sich zwischen April und Juni. Sind die Weibchen paarungsbereit, pfeifen sie den Männchen hinterher. Diese Laute reichen von einem leisen Zwitschern bis zu schrillen Pfiffen.
Nur etwa vier bis sechs Wochen nach der Paarung bringt das Weibchen drei bis zehn nackte, blinde Junge zur Welt. Um die Jungen kümmert sich nur die Mutter. Die kleinen Streifenhörnchen werden schon nach acht bis zehn Wochen selbstständig - dann löst sich die kleine Familie wieder auf und jeder geht seiner Wege. Mit etwa 11 Monaten sind die jungen Streifenhörnchen geschlechtsreif. Ein Weibchen bringt pro Jahr meist zwei Würfe zur Welt.