Aussehen
Auerhühner werden etwa so groß wie ein Truthahn und messen vom Schnabel bis zum Schwanz bis zu 120 Zentimeter. Damit zählen sie zu den größten einheimischen Vögeln. Außerdem bringen sie vier bis fünf Kilogramm auf die Waage, manche sogar bis zu sechs.
Die zur Familie der Raufußhühner gehörenden Vögel haben an Hals, Brust und Rücken ein dunkles, blaugrün schillerndes Gefieder.
Die Flügel sind braun. An den Seiten tragen sie einen kleinen, weißen Fleck, und auch der Bauch und die Schwanz-Unterseite sind weiß.
Am auffälligsten ist die leuchtend rote Markierung über dem Auge: die so genannte Rose. Sie schwillt während der Balzzeit stark an.
Außerdem trägt der Auerhahn zu dieser Zeit am Kinn ein paar Federn, die aussehen wie ein Bart.
Die Weibchen sind etwa ein Drittel kleiner und unauffällig braun-weiß. Nur das rotbraune Brustschild und der rostrot-schwarz gebänderte Schwanz heben sich von dem schlichten Federkleid ab.
Einige besondere Merkmale zeigen, dass Auerhühner in kalten Regionen zu Hause sind: Ihre Nasenlöcher sind mit Federn geschützt und im Herbst und Winter sind auch Beine, Füße und vor allem die Zehen dicht befiedert.
Heimat
Früher waren Auerhähne in den Gebirgen ganz Mittel- und Nordeuropas sowie Mittel- und Nordasiens verbreitet. Weil sie viel gejagt wurden und es kaum noch geeignete Lebensräume für sie gibt, leben diese schönen Vögel in Europa aber nur noch in wenigen Regionen wie Skandinavien und Schottland. In Deutschland gibt es vermutlich nur noch 1200 Tiere. Sie kommen vor allem in den Bayerischen Alpen, im Schwarzwald und im Bayerischen Wald vor.